Premiere und große Spielzeiteröffnung auf der Großen Treppe: Cyrano de Bergerac 
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Premiere und große Spielzeiteröffnung auf der Großen Treppe: Cyrano de Bergerac 

22. Juni 2022
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hinten v.l.n.r.: Vasilios Manis (Kadett), Michael Del Coco (Raguenau), Moritz Fleiter (Castel-Jaloux), Andrej Reiman (Lignière), Gunter Heun (Cyrano), vorn v.l.n.r.: Tabea Scholz (Kadett), Henry Arnold (Graf Guiche), (verdeckt liegend) Maximilian Kraus (Christian), Alice Hanimyan (Roxane), © Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan

Premiere und große Spielzeiteröffnung auf der Großen Treppe: Cyrano de Bergerac 

Cyrano de Bergerac von Edmond Rostand – viele kennen noch die berühmte Verfilmung mit Gérard Depardieu von 1990 – ist die Geschichte einer tiefen Liebe, unerfüllt im Leben, vollendet in der Poesie. Cyrano ist ein verwegener Degenfechter und überaus witziger Worterfinder und Blitzdichter, ein ehrlicher Kerl, treu, mutig, dreist, ein Liebhaber des guten Theaters und ein erbitterter Feind all jener, die mit miserabler Schauspielerei die wahre Kunst verraten. Mit Gaben reich gesegnet, für jede Frau begehrenswert, wäre da nicht sein Monstrum von Nase. Von der Natur mit einem solchen Zinken verunstaltet, glaubt er sich nie und nimmer liebenswert. Unsterblich ist er zudem in seine Cousine Roxane verliebt, für deren Glück er alles machen würde. Die wiederum begehrt den ach so schönen Christian, dem leider jegliche Dichtergabe versagt ist. Cyrano leiht ihm Reim und poetische Metaphern, schreibt für diesen, als beide in den Krieg gezwungen werden, zweimal täglich kunstvollste Liebesfeldpostbrief an Roxane. Christian wird tödlich verwundet, Roxane geht in tiefer Trauer ins Kloster, wo Cyrano sie täglich besucht, und dort, bereits von einem herabfallenden Holzscheit schwer verwundet, ihr seine tiefe unerfüllte Liebe gesteht, auswendig aus den zwanzig Jahre alten Feldpostbriefen zitierend.

Premiere und große Spielzeiteröffnung auf der Großen Treppe: Cyrano de Bergerac 

v.l.n.r.: Alexander Martin (Le Bret), (Rückenansicht) Henry Arnold (Graf Guiche), Vasilios Manis (Kadett), Gunter Heun (Cyrano), Andrej Reimann (Lignière), Moritz Fleiter (Castel-Jaloux), (verdeckt) Tabea Scholz (Kadett), Maximilian Kraus (Christian), © Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan

Max Merker inszeniert diese stimmungsvolle Romanze, Alexander Martin komponiert für das selbst musizierende Ensemble (mit einem Flügel auf der Treppe), Bühnenbildner Martin Dolnik lässt die Bühne von einem riesigen Mond dominieren. Dieser war nämlich für den real existierenden Dichter Cyrano de Bergerac aus dem 17. Jahrhundert, einem Freund Molières, neben der Sonne sein poetischer Hauptsehnsuchtsort. Die Aufführungen beginnen bei Tageslicht, bei der Reise in die Nacht wird der Vollmond dann heller und heller leuchten.

Dem französische Dichter Edmond Rostand gelang mit „Cyrano“ 1897 ein Welterfolg, die Verfilmung mit Gérard Depardieu wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Gunter Heun spielt die Titelrolle, Alice Hanimyan die Cousine Roxane.
Premiere war am 18. Juni auf der Großen Treppe. Weitere Vorstellungen: 17. Juni (öffentl. Generalprobe), 19., 29., 30. Juni, 1., 2. Juli, 5., 6., 21., 23., 24. und 25 August, jeweils 20:30 Uhr. Dauer: 2 Stunden ohne Pause.

Karten online unter: www.freilichtspiele-hall.de
Telefonisch bei der Tourist Information Schwäbisch Hall: Telefon 0791 751-600

Copyright Fotos: © Freilichtspiele Schwäbisch Hall, Ufuk Arslan

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