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HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München vom 17. – 21. Oktober 2018

15. Oktober 2018
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HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München vom 17. – 21. Oktober 2018

Glanzstücke des Kunsthandels

Mit Kunstwerken von höchster Qualität untermauert die HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München zum neunten Mal ihren Ruf als Deutschlands schönste und anspruchsvollste Messe. Starkes Angebot an Meisterwerken der Moderne und an frühen Porzellanen.

Ein Fest für die Kunst

Seit 2010 begeistert die HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München Sammler, Kunstfreunde, Kuratoren und Connaisseure sowie die Presse gleichermaßen. Sie gilt als Deutschlands anspruchsvollsteund hochkarätigste Verkaufsschau für Kunst und Antiquitäten. Vom 17. bis 21. Oktober 2018 findet siezum neunten Mal in der Münchner Residenz, der Herzkammer der prunkvollen Kunstsammlungen der Wittelsbacher, statt. Die Konzentration der 40 Aussteller aus Europa und Deutschland auf außergewöhnliche und bedeutsame Kunstwerke und das elegante Flair machen die Messetage erneut zu einem Fest für die Kunst. „Wir freuen uns sehr, dass auf der HIGHLIGHTS Kunstwerke wieder zugänglich gemacht werden können, die seit langer Zeit nicht mehr auf dem Markt waren. Nur erstklassige, gesuchte Kunst wird einer anspruchsvollen, internationalen Sammlerschaft gerecht und kann die Rolle der HIGHLIGHTS als Spiegel für die Potenz und internationale Strahlkraft des Kunstmarktstandortes Deutschland unterstreichen“, sagt HIGHLIGHTS-Geschäftsführer Dr. Alexander Kunkel. Dass die HIGHLIGHTS ein attraktiver Messeplatz ist, darauf verweist unter anderem die Rückkehr einiger renommierter Händler in den Kreis der Aussteller. Der Kunsthandel Helga Matzke – European Silver, Ralph Gierhards Antiques/Fine Art sowie der Porzellanspezialist Röbbig München werden erneut Akzente von internationalem Format setzen.

Top-Objekte der HIGHLIGHTS 2018

Eines der herausragenden Exponate der diesjährigen HIGHLIGHTS ist das expressionistische Gemälde„Russisches Mädchenpaar“ von Otto Mueller, das die Galerie Ludorff anbietet. Das farblich nuancierteund für den Maler so typische, fließend modellierte Doppelporträt von 1919 gehört zu seinen Hauptwerkenund ist sowohl von Muellers poetisch-spröder Bildsprache wie auch von seiner Sehnsucht nach einem unverstellten Leben charakterisiert. Mueller selbst maß dem Gemälde große Bedeutung bei. Es ist im selben Jahr im Katalog der ersten Einzelausstellung des Künstlers in der Berliner Galerie Paul Cassirerabgebildet. Sechs Jahrzehnte war das Kunstwerk nicht mehr auf dem Markt. 1951 erwarb es derbedeutende Expressionisten-Sammler Morton D. May und vermachte es später dem City Art Museum of St. Louis. Einen äußerst seltenen Holzschnitt von Franz Marc konnte der Hamburger Kunsthändler Thole Rotermund, der als eine der besten Adressen für expressionistische Kunst auf Papier zählt, akquirieren. Nur etwa zehn Handabzüge der „Ruhenden Pferde“ von 1910/11, die vor der Auflage für den „Sturm“und der posthumen Edition der Galerie Stangl realisiert wurden, sind heute bekannt. Das angebotene Exemplar war ein Geschenk Maria Marcs an Lyonel Feininger und war bislang in Familienbesitz. Ein sehr privates Werk von dem Expressionisten August Macke offeriert Beck & Eggeling International Fine Art mit der Ölskizze „Vogelbauer“ von 1912. Lange verblieb diese stimmungsvolle Etüde der Heiterkeit imNachlass des Künstlers, in den letzen Jahren war sie auf bedeutenden Ausstellungen zum Expressionismus zu sehen.

Seit einiger Zeit steht bei Wienerroither & Kohlbacher das Werk des Österreichers Alfred Kubin, dessen beste Werke auf dem internationalen Kunstmarkt immer wieder für Furore sorgten, im Fokus des Interesses. Bereits im letzen Jahr erwarb die Städtische Galerie Lenbachhaus auf der HIGHLIGHTS bei der in Wien und New York agierenden Galerie einige Blätter des symbolistisch-phantastischen Zeichners. Sie sindmomentan in der Ausstellung „Phantastisch. Alfred Kubin und der Blaue Reiter“ zu sehen. In diesem Jahr offeriert die Galerie eine Suite von etwa 15 Kubin-Papierarbeiten, darunter so markante Blätter wie„Ziegelei“ von 1902/03 oder „Verbautes Haus“ von 1905/10, die beide Kubins dunklen, albtraumhaftenGedankenkosmos aufs Beste zum Ausdruck bringen. Im phantastisch-surrealen Geiste Kubins arbeitete in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts auch der gerade neu bewertete deutsche Maler und ZeichnerRichard Müller. Ihm widmet der Zeichnungsspezialist Dr. Moeller & Cie. eine kleine Sonderschau mit den für Müller typischen Blättern, die trotz ihrer surrealen Sujets oft durch ihren hyperrealistischen Stil faszinieren. Eine hervorragende Provenienz von Alfred Krupp bis Arndt von Bohlen und Halbach kann Lovis Corinths Gemälde „Ariadne auf Naxos“ von 1913 vorweisen. „Es handelt sich um eines der letzen mythologischen Bilder von Lovis Corinth, die noch nicht in Museumsbesitz sind“, so Dr. Alexander Kunkel, dessen Angebot von Salonmalerei über Sezessionskunst bis zum Symbolismus reicht. Die entfesselte und mit malerischer Emphase dargestellte Szene um die vom Weingott Dionysos gerettete Ariadne beschreibt der Kunsthändlerals „Feuerwerk der Malerei“, das Corinths Übergang vom Impressionismus zum Expressionismusverdeutlicht.

Zu den bedeutendsten Bildhauern der Moderne zählt Wilhelm Lehmbruck, der bis zum 1. Weltkrieg dem Ideal des klassischen Menschenbildes anhing und jede Typisierung und Emotionalisierung ablehnte.Im Jahr 1910 ging Lehmbruck nach Paris, wo sein „Mädchen mit aufgestütztem Bein“ entstanden seinmuss, denn im Sockel signiert er bereits „Lehmbruck, Paris“. Die weich geformte Bronze, die vor zweiJahren auf der großen Lehmbruck-Ausstellung im Leopold-Museum Wien gezeigt wurde und von der nur zwei weitere Exemplare bekannt sind, bietet die Düsseldorfer Galerie Schwarzer an.

Als brillantester Vertreter der alpinen Moderne steht der Kitzbüheler Maler Alfons Walde bei Sammlern hoch im Kurs. Mit dem Gemälde „Der Aufstieg“ bringt der Neuaussteller Kunsthandel Freller aus Linz ein beeindruckendes Sujet des Malers auf die Messe. Es verbindet die Faszination der schneebedeckten,sonnenbeschienenen Berge mit der in den 1930er Jahren aufgekommenen Wintersportbegeisterung. Die Kunst des 19. Jahrhundert ist bei Giese & Schweiger stark aufgestellt. Die Wiener Galerie, die mit ihrerAusstellung „Kunst auf Papier. Von Menzel bis Beckmann“ mit Aquarellen und Zeichnungen aus einerbedeutenden Wiener Privatsammlung auf ihr Engagement im Bereich der Moderne verweist, bestichtSammler und Liebhaber mit der stimmungsvollen, von weichem, südlichem Licht durchfluteten „Ansicht von der Villa Aldobrandini in Frascati auf die Campagna di Roma“ von Thomas Ender. Das Gemälde von 1836 reiht sich in die grandiosen Landschaften Enders ein, in denen er wie hier die Schönheit der Natur feiert.

Edles Barock, verspieltes Rokoko

Mit Röbbig München und Langeloh Porcelain sind die führenden Porzellanhändler Deutschlands auf der HIGHLIGHTS vertreten. Die Exklusivität ihres Angebots beruht auf jahrzehntelanger Vernetzung mit Sammlern in aller Welt und der internationalen Marktszene. Langeloh Porcelain krönt sein Angebot mit einer Augustus-Rex-Flötenvase aus der Meissner Porzellanmanufaktur, hergestellt um 1725 undmit asiatisch anmutenden Motiven bemalt von Johann Ehrenfried Stadler. Laut Elfriede Kirsch, die den Kunsthandel in dritter Generation führt, ist nur noch ein weiteres Exemplar dieser von August dem Starkenin Auftrag gegebenen Vase bekannt. Es befindet sich im Bayerischen Nationalmuseum. Ein verspieltes Meisterwerk des Rokoko stellt das Paar Kerzenleuchter mit Eichelhähern aus Meissner Porzellan und mit Goldbronze-Montierung dar, mit dem Röbbig München die Kunst des 18. Jahrhunderts in höchster Vollendung vorführt. Am Dresdner Hof konnte kein anderer Tiere und vor allem Vögel so lebensecht und anmutig darstellen wie der Bildhauer und Modelleur Johann Joachim Kaendler, der auch für die Leuchter von ca. 1740 die Entwürfe lieferte. Von der edlen Kraft des Barock und Rokoko zeugen nicht zuletzt die Möbel. Senger Bamberg Kunsthandel, der mit seinem starken Angebot an gotischen Skulpturen wie etwaeiner nahezu lebensgroßen, mit einer expressiven, mit flatterndem Faltenumhang gewandeten Petrus- Figur von ca. 1500 aus dem Umkreis von Veit Stoss sich der Beachtung internationaler Museen wiedersicher sein kann, zeigt u.a. einen Prager Prunk-Aufsatzsekretär von ca. 1725/30. Das Möbel bestichtdurch seine effektvollen Intarsien auf der Front. Fast in zentralperspektivischer Manier zeigen diemeisterlichen Marketerien säulenumsäumte Hallen und weite Landschaften. Christin Eduard Franke Kunsthandel – ebenfalls aus Bamberg – setzt auf die Kunst der legendären Werkstatt Roentgen. Von Abraham Roentgen stammt ein zurückhaltend galantes Rokoko-Eckschränkchen, vom Sohn David Roentgen ein nobler, klassizistischer Schreibtisch. Zwei große französische Namen bringt Peter Mühlbauer, eine der ersten Adressen für europäische Möbelkunst und Alte Meister, ins Spiel. Als ein„Möbel von unwahrscheinlicher Eleganz“ beschreibt der Experte ein dynamisch geschwungenes Bureau Plat mit Bronzebeschlägen, das um 1755 in der Pariser Werkstatt von Jacques Dubois entstand. Neben diesem Möbel zeigt Mühlbauer eine wie aus Porzellan wirkende, blau-weiß lackierte und mit silbernen Roncaillen-Beschlägen verzierte Kommode, dessen Vergleichsstück in der Dekorationsgeschichte Frankreichs ihren Fingerabdruck hinterlassen hat. 1742 orderte die Maitresse König Ludwig XV. für das Chateau Choisy das Modell bei dem Möbel- und Lackkünstler Matthieu Criaerd, heute steht dieses Exemplar im Musée de Louvre.

Das Barock war eine Blütezeit der Elfenbeinschnitzkunst, wie das stark plastische und mit Sinn für Posen und der ihr innewohnenden Dramatik gearbeitete Elfenbeinrelief „Die Flucht Aeneas aus dem brennenden Troja“ demonstriert. Die niederländische Arbeit aus dem frühen 18. Jahrhundert, mit „He Bauer, Ruremund, sculp.“ signiert, findet sich bei dem Silber- und Kunstkammerspezialisten undErstaussteller Dario Ghio Antiquités aus Monte Carlo. Mit einer Ausstellung von Museumsformat gibt der Kunsthandel Europäische Skulpturen – Dr. Rainer Jungbauer dem Skulpturenangebot eine besondere Note. Der Barock-und Rokokospezialist wird eine Kollektion von 18 Werken Ignaz Franz Platzers anbieten,dessen Hauptstück eine detailreich und anmutige gearbeitete „Heilige Barbara“ von ca. 1755 ist. Platzerwar Mitte des 18. Jahrhunderts der richtungsweisende und wichtigste Bildhauer Prags. Seine ausdrucksstarken, leichten Skulpturen werden als Meisterwerke der Rokoko-Schnitzkunst gefeiert.

Eine bedeutende Augsburger Silberarbeit von musealer Qualität und mit Dekoren, wie man sie zu dieser Zeit am Hofe des Sonnenkönigs in Versailles liebte, offeriert Helga Matzke – European Silver mit einemGlaskühler von 1703 aus der Werkstatt Johann Friedrich Breuers. Silber hat die Designer und Kunsthandwerker auch 200 Jahre später noch fasziniert. Die Galerie bei der Albertina • Zetter, die auf Wiener Kunst und Kunsthandwerk des 20. Jahrhunderts konzentriert ist, zeigt unter anderem eineKelchvase in konstruktivem Stil der Wiener Werkstätte (WW) mit zum Teil gitterartig durchbrochenerWandung. Mit diesem WW-Modell von 1905 sowie mit einem an das Prinzip der Bugholzstühle angelehntenSchreibtisch von 1902, gefertigt in der Möbelfabrik von Jacob und Josef Kohn, erinnert die Galerie anden 100. Todestag des Malers und Designers Koloman Moser. Beide Entwürfe stammen von dem WW-Mitbegründer und Mitstreiter Josef Hoffmanns.

Bedeutsamer historischer Schmuck wie ein Collier mit Mikromosaik-Plaketten aus den VatikanischenWerkstätten von ca. 1810/20 steht im Mittelpunkt des Angebotes von Kunst und Antiquitäten Almut Wager. Preziosen der großen Juwelenschmiede des 20. Jahrhunderts wie Cartier und Bovin gehört das Augenmerk des erfahrenen Duos von VKD Jewels, die unter anderem mit einem fischförmigen Armreif von Tiffany & Co. aus den frühen 1970er Jahren vertreten sind.

Klassiker und Newcomer der Fotografie

Von Anfang an bildete die Fotografie einen Schwerpunkt der HIGHLIGHTS. Seit den 1990er Jahren ist das Interesse an historischer Fotografie ebenso groß wie an zeitgenössischen Positionen. Nachdem der US-amerikanische Fotograf Sandro Miller mit seiner Serie „Malkovich. Malkovich. Malkovich. Homage to Photographic Masters“ in Museen und Galerien in Australien, den USA und Belgien für Furore sorgte,präsentiert nun Ira Stehmann Fine Art das skurrile wie hintersinnige Werk erstmals auf einer deutschenKunstmesse. Miller hat Klassiker der Fotogeschichte wie Diane Arbus ́ „Identical Twins“, Arthur Sasses „Albert Einstein mit herausgestreckter Zunge“ oder Dorothea Langes „Migrant Mother“ mit demSchauspieler John Malkovich reloaded. Ira Stehmann, die in Deutschland exklusiv das Werk des 2000verstorbenen französischen Modefotografen Jeanloup Sieff vertritt, präsentiert zudem mit Miho Kajiokaeine bereits international gefeierte Newcomerin der japanischen Fotoszene.

Vintages der klassischen amerikanischen und europäischen Fotografie von den 1950er bis in die 80er Jahre stehen im Zentrum der Galerie Stephen Hoffman, darunter Arbeiten von Andreas Feininger, ElliotErwitt und Terry O ́Neill aber auch jüngere weltweit anerkannter Fotografen wie Steve McCurry oder Sebastião Salgado. Vor allem für Fotohistoriker wird Cecil William Stoughtons Handabzug von einerSzene mit Marilyn Monroe und John F. Kennedy nach dem legendären Geburtstagskonzert 1962 ein seltener Fund sein. Der US-Geheimdienst hatte alle Foto-Negative, die den Präsidenten und die Sex-Ikone gemeinsam zeigen, konfisziert. Stoughton, der damals als Armeeangehöriger fotografierte, hatte diesesNegativ einbehalten.

Statements der Nachkriegskunst

Die HIGHLIGHTS versteht sich als eine traditionelle Kunst- und Antiquitätenmesse in modernem Gewand. Kunst in ihrer ganzen Komplexität und epochenunabhängiger Großartigkeit zu erfahren, ist für viele Kunstfreunde einzig eine Frage der ästhetischen Qualität. Hochkarätige Kunstwerke vergangener Jahrhunderte korrespondieren mit den Meistern der Moderne, der Nachkriegskunst sowie mit zeitgenössischen Strömungen. Gut die Hälfte der Aussteller hat sich der Kunst des 20. Jahrhunderts verschrieben. Einen gewichten Platz nimmt dabei die deutsche Kunst von der Nachkriegszeit bis in die1980er Jahre ein. Ernst Wilhelm Nays suggestives Scheibenbild „Dominant Gelb“ von 1959 bei GalerieLudorff und Günter Fruhtrunks frühe konstruktivistische Komposition „Zwei Kreise“ von 1958/62 beiSina Stockebrand Kunsthandel sind zwei exemplarische und nachhaltige Gemälde für die Wege dieser beiden bedeutenden Nachkriegskünstler. Galerie Maulberger, die seit Jahrzehnten für die Kunst des Informel und ZERO steht, ist mit einem Spätwerk des vom Tachismus und amerikanischen Actionpaintingbeeinflussten Emil Schumacher vertreten. Die farblich erdige, assoziationsreich gestische Abstraktion„Adon“ von 1981 bestätigt einmal mehr Schumachers eigene Devise: „Das Maß des Bildes ist die Kraft.“.Galerie Français erweist sich mit der Leinwand „Composition multicolore“ von 1966 wieder als Expertefür das Werk Serge Poliakoffs. Galerie Utermann zeigt mit Fritz Winters 1956 entstandenem Gemälde„Im Gestein“, das aus der Fritz-Winter-Stiftung stammt, ein überzeugendes, auf das metaphysische Zusammenspiel von Form und Farbe zielende Werk des in den großen Museen Deutschlands vertretenen Künstlers. Die Stuttgarter Avantgarde steht im Zentrum der diesjährigen Messeschau der Galerie Schlichtenmaier. Neben einer 1941 entstandenen Ölstudie des späteren Bauhaus-Künstlers Oskar Schlemmer offeriert der schwäbische Kunsthandel eine frühe Leinwand des international geschätztenModerne-Philosophen Willi Baumeister. „Horizontal-abstrakt“ von 1937, eine Komposition ausverschiedenen zart-pastelligen, in der Balance ruhenden Ovalen, unterstreicht einmal mehr, dass es dem Künstler um Klarheit und Harmonie und weniger um die schrillen Töne des Expressiven ging.

Vielfalt ist Trumpf

Die Messebesucher erwartet bei allen Ausstellern ein hochkarätiges Angebot. Bei Galerie Thomas istAlexej von Jawlenskys expressionistischer „Frauenkopf“ von 1913 eines der Höhepunkte. Diefarbig intensive Arbeit stammt aus der für den Künstler wichtigen Werkphase, die durch die Nähe zu den Malern des Blauen Reiter wie etwa Franz Mark oder Wassily Kandinsky charakterisiert ist. Florian Sundheimer Kunsthandel bietet eine ausgewählte Kollektion an Zeichnungen von Paul Klee an, undKunsthandel Hagemeier unterstreicht sein Profil mit dem sozial-kritisch angelegten Gemälde „Mord“ von Werner Scholz aus dem Jahr 1930. Galerie Luzán offeriert mit „Relief Painting #12“ von 1960 einefarblich subtile Arbeit von Adolf Fleischmann, Malte Uekermann Kunsthandel zeigt mit einer gestischenKomposition (Ohne Titel) von 1961 eine besondere Seite im Werk des als deutschen Vertreter der Hard-Edge-Malerei bekannten Georg Karl Pfahlers, und Galerie Pfefferle verweist mit der großen Leinwand„Reflexion über Wasserfall“ (2017) von Bernd Zimmer auf den 70. Geburtstag des Künstlers, der zu den Neuen Wilden gezählt wird. Mit einer großen Papierarbeit von Georg Baselitz aus dem Jahr 2006 präsentiert Galerie Koch einen der gefragtesten Gegenwartskünstler Deutschlands. Die Wiener Galerie Kovacek Spiegelgasse überrascht mit einer raren, an den österreichischen Symbolismus anknüpfenden Gouache „Das Paar“ (1925) des früh verstorbenen Österreichers Emil Krauss, während Kovacek &Zetter – fine art &c contemporary, ebenfalls aus Wien, mit der Glasskulptur „Mutter Small“ von Erwin Wurm ein Statement setzt. Neu in diesem Jahr ist die Kabinett-Schau in der Lounge. Die Messeleitungmöchte damit ein weiteres Schaufenster öffnen und präsentiert dort Exponate von Kunsthändlern undGaleristen, die der Messe nahe stehen. Neben dem Kunsthandel Helga Matzke – European Silver wird dort der auf Zeichnungen spezialisierte Martin Grässle Kunsthandel ausgewählte Papierarbeiten von Museumsformatzeigen. Martina Tauber Fine Art ist mit dem wandfüllenden C-Print „Salton Seas (I)“ vonFlorian Maier-Aichen vertreten. Und Dr. Nöth Kunsthandel & Galerie unterstreicht seine Kompetenz für Gemälde vom Impressionismus bis zur klassischen Moderne mit dem Gemälde „Sturm im Teufelsmoor“(ca. 1930) von Otto Modersohn.

Noble Messearchitektur

Dass die HIGHLIGHTS eine der schönsten Messen Europas ist, verdankt sie auch der nobel zurückhaltenden Messearchitektur Tom Postmas. Der international bekannte Experte entwickelte für die Messe eine Leichtbauhalle im Kaiserhof der Residenz, die mit Teilen der heutigen Bronzesäle verbunden ist. Elegant,modern und mit großzügiger Offenheit hat der Niederländer, der sich auch für das Design der TEFAFMaastricht und New York, für die Masterpiece in London als auch für die Messen der Art Basel verantwortlichzeichnet, eine dezente Bühne für die teils opulenten, teils minimalistischen Ausstellungsstücke geschaffen.

Partnerschaften und Kooperationen

Unterstützung erfuhr die HIGHLIGHTS in großzügiger Weise durch zahlreiche Partner. Seit mehr als 150 Jahren kreiert der international renommierte Schmuck- und Uhrenhersteller Cartier Preziosen von höchsterQualität und freut sich über die Kooperation mit Deutschlands nobelster Messe. Den weiten Bogen zwischen Historischem und Zukunftsweisendem schlägt die Markenboutique Jaguar Land Rover München. Während in ihrem Stammhaus am Odeonsplatz ein Old Timer für Aufmerksamkeit sorgt, lenkt sie die Blicke der Messebesucher im Foyer auf den Beitrag des Labels Jaguar zur Diskussion um Elektromobilität. Wo hochwertige Kunst gehandelt wird, spielt das Thema Kunstversicherung eine Rolle. Das internationalagierende Insurance-Unternehmen Liberty, das seinen Hauptsitz in London hat und sowohl in China alsauch in Lateinamerika und zahlreichen europäischen Ländern Dependancen betreibt, gehört ebenfalls zum Kreis der Partner. Medialer Primepartner ist in bewährter Weise die Zeitschrift AD Architectural Digest. Das Messemagazin, das in Kooperation mit der AD-Redaktion entstand, erschien im Bundle mit der AD-Ausgabe „Best of Germany“ am 12. September 2018. Auch mit dem Betreiber der Münchner Residenz,der Bayerischen Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, hat die HIGHLIGHTS einen prominenten und engagierten Partner an ihrer Seite. Das Gelingen der Messe ist vielen zu verdanken: demChampagner-Haus Perrier-Jouët, das während der Eröffnung für Feststimmung sorgt, den floralen, dasMessedesign subtil unterstreichenden Kreationen der Münchner Blumenbinderei Bahlmann und den Lichtdesignern von Windfall Contemporary Crystal Lighting, aus dessen Haus der bezaubernden Lüster über der Bar in der Messehalle stammt. Die Gestaltung der Lounge liegt in diesem Jahr in den Händen des international gefeierten und von London bis Bangkok agierenden Interior- und Möbel-Labels ChristianLiaigre. Das französische Unternehmen steht seit mehr als 30 Jahren für einen klassisch-modernenEinrichtungsstil mit Noblesse und hat seinen deutschen Showroom in der Brienner Straße in München.Der Dank gilt auch den Modedesignern Talbot & Runhof sowie Hotelpartner Mandarin Oriental Munich.

Die gastronomische Betreuung der Messebesucher liegt in den Händen von Frank Weinbar, die sich Anfang des Jahres in der Residenz als Botschafter fränkischer Weine und Schmankerl niedergelassen hat. Weitere Medienpartner der Messe sind The Art Gorgeous, das Kunstmagazin Monopol, das österreichische Kunstmagazin Parnass sowie die Weltkunst.

Längst strahlt die HIGHLIGHTS auf das Kulturleben Münchens aus. Auf der Messe und in den Räumlichkeitender Residenz wird es kompetente Führungen sowie einen Paneltalk zum Thema „Frauen und Karriere im Kunstmarkt“ geben (www.munichhighlights.com/fuehrungen). Im Rahmen des Münchner Kulturherbstes laden am 19. und 20. Oktober 2018 parallel zur HIGHLIGHTS etwa 40 Münchner Galerien und Institutionen unter dem Titel „PLATEAU münchen“ zu abendlichen Ausstellungsbesuchen, Galerierundgängen und Diskussionen www.muenchner-galerien.de. Zeitgleich mit der HIGHLIGHTS finden statt die regional ausgerichtete Kunst & Antiquitäten München in der Kleinen Olympiahalle (www.kunst-antiquitaeten.de)sowie in der Alten Staatsbank das 2017 etablierte, unkonventionelle Messeformat paper positions (www.paperpositions.com), das ausschließlich Kunst auf und aus Papier präsentiert.

Weitere Termine und Informationen zur HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München unter www.munichhighlights.com

Teilnehmer / Participants HIGHLIGHTS 2018

  1. Beck & Eggeling International Fine Art, Düsseldorf/Wien (B5)
  2. Galerie Française, München (D8)
  3. Christian Eduard Franke Kunsthandel, Bamberg (C8)
  4. Kunsthandel Freller, Linz (C3)
  5. Ralph Gierhards Antiques / Fine Art, Düsseldorf (B8)
  6. Kunsthandel Giese & Schweiger, Wien (D3)
  7. Dario Ghio Antiquités, Monaco (C9)
  8. Martin Grässle Kunsthandel, München (Lounge)
  9. Kunsthandel Hagemeier, Frankfurt am Main (A2)
  10. Galerie Stephen Hoffman – Fine Art Photography, München (A9)
  11. Europäische Skulpturen – Dr. Rainer Jungbauer, Straubing (D1)
  12. Galerie Koch, Hannover (B4)
  13. Kovacek Spiegelgasse Gemälde Glas, Wien (C1)
  14. Kovacek & Zetter fine art & contemporary, Wien (A3)
  15. Kunkel Fine Art, München (C4)
  16. Langeloh Porcelain, Weinheim (D7)
  17. Galerie Ludorff, Düsseldorf (C7)
  18. Galerie Luzán, Berlin (C5)
  19. Helga Matzke European Silver, Grünwald (Lounge)
  20. Galerie Maulberger, München (B2)
  21. Dr. Moeller & Cie. Kunsthandel, Hamburg (A5)
  22. Kunsthandel Peter Mühlbauer, Pocking (C6)
  23. Dr. Nöth Kunsthandel + Galerie, Ansbach (Lounge)
  24. Galerie Karl Pfefferle, München (B7)
  25. Röbbig München, München (B6)
  26. Thole Rotermund Kunsthandel, Hamburg (B1)
  27. Galerie Schlichtenmaier, Grafenau/Stuttgart (A8)
  28. Galerie Schwarzer, Düsseldorf (D4)
  29. Senger Bamberg Kunsthandel, Bamberg (A1)
  30. Ira Stehmann Fine Art, München (D2)
  31. Sina Stockebrand Kunsthandel, Veltheim (D5)
  32. Florian Sundheimer Kunsthandel, München (A7)
  33. Martina Tauber Fine Art, München (Lounge)
  34. Galerie Thomas, München (C10)
  35. Malte Uekermann Kunsthandel, Berlin (B3)
  36. Galerie Utermann, Dortmund (A4)
  37. VKD Jewels, London/Mailand (D9)
  38. Kunst und Antiquitäten Almut Wager, München (C2)
  39. W&K Wienerroither & Kohlbacher, Wien/New York (D6)
  40. Galerie bei der Albertina • Zetter, Wien (A6)

ORT
Residenz München, Eingang Hofgarten, Residenzstraße 1, D – 80333 München

TERMINE
Vernissage: 16. Oktober 2018, 14.00 – 21.00 Uhr

Presserundgang: 16. Oktober 2018, 11.00 – 13.00 Uhr

ÖFFNUNGSZEITEN 17. – 21. Oktober 2018, 11.00 – 19.00 Uhr

Foto: © copyright Thole Rotermund Kunsthandel: Franz Marc

Michaela Etzel
Michaela Etzel https://www.jetset-media.de

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