Resümee 10. HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München
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Resümee 10. HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München

24. Oktober 2019
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Copyright: Highlights - Internationale Kunstmesse München

Top-Verkäufe bei bester Jubiläumsstimmung

Begeisterte Besucher und hervorragende Verkäufen sind die Bilanz der gestern Abend zu Ende gegangenen Jubiläums-Ausgabe der HIGHLIGHTS

„Die Fülle an herausragenden Kunstwerken auf der Jubiläums-HIGHLIGHT hat bei Sammlern und Museumskuratoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum enormen Zuspruch erfahren. Darin spiegelt sich die Vitalität dieser unvergleichlichen Messe und kommt einmal mehr zum Ausdruck, dass Deutschland ein wichtiger Kunsthandelsplatz in Europa ist. Wir schauen optimistisch in die Zukunft dieser Messe“ Dr. Alexander Kunkel, Co-Geschäftsführer der HIGHLIGHTS

Die 10. HIGHLIGHTS -Internationale Kunstmesse München, die am 20. Oktober 2019 nach sechs Messetagen in der Münchner Residenz zu Ende ging, hatte viele Gründe zu feiern und in bester Jubiläumsstimmung ihre Gäste zu empfangen. Nicht nur, dass sie seit ihrem Debüt im Jahr 2010 als anspruchsvollste und eleganteste Messe im deutschsprachigen Raum gilt, die verkaufsstarke HIGHLIGHTS war auch in diesem Jahr für viele Besucher glanzvoller Höhepunkt im Messekalender. Co-Geschäftsführer Dr. Alexander Kunkel zog unmittelbar nach Messeschluss eine äußerst positive Bilanz: „Die Fülle an herausragenden Kunstwerken auf der Jubiläums-HIGHLIGHT hat bei Sammlern und Museumskuratoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum enormen Zuspruch erfahren. Darin spiegelt sich die Vitalität dieser unvergleichlichen Messe und kommt einmal mehr zum Ausdruck, dass Deutschland ein wichtiger Kunsthandelsplatz in Europa ist. Wir schauen optimistisch in die Zukunft dieser Messe.“

Die Konzentration der 51 international renommierten Aussteller auf Spitzenstücke des Kunstmarktes wurde von Liebhabern der Alten Kunst ebenso honoriert wie von Interessenten der Klassischen Moderne und der Gegenwartskunst. Peter Mühlbauer, Spezialist für Kunsthandwerk und Möbel von der Renaissance bis zum Klassizismus, hatte eine exquisite Kollektion an Elfenbein-Figuren des Barock zusammengestellt. Darunter Arbeiten von Johann Georg Kern und Francoise Duquesnoy. „Ich wollte damit das Jubiläum dieser unvergleichlichen Messe würdigen“, sagte der niederbayerische Händler. Schon am Eröffnungsabend erwarb ein Sammler aus Italien für eine mittlere sechsstellige Summe die um 1690 entstandene Elfenbeinfigur „Neptun raubt Amphitrite“ des gefeierten Wiener Elfenbeinschnitzers Matthias Steinl. Weitere drei Elfenbein-Arbeiten gingen ebenfalls in private Hände. Bei Senger Bamberg gab es gleich mehrere Anfragen zu demdreiflügeligen Tiroler Andachtsbild „Maria mit Kind“, das um 1475 im Umkreis der damals führenden Künstler Friedrich und Michael Pacher entstand. Reserviert wurde ein Relief mit der Darstellung von Christi Geburt aus der Zeit um 1520. Der Kunsthandel Langeloh Porcelain, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen begeht, bereicherte eine süddeutsche Sammlung mit einer Commedia-dell’ arte-Figur der Nymphenburger Porzellanmanufaktur. Der Preis der galanten Isabella von ca. 1760 nach einem Entwurf von Franz Anton Bustelli lag im unteren sechsstelligen Bereich. Gefragt waren auch frühe alpenländische Schraubglasflaschen. Die Wiener Galerie Kovacek – Spiegelgasse konnte fast ihre gesamte Kollektion im Preisbereich von 5 000 bis 15 000 Euro absetzen. Der Zeichnungsspezialist Dr. Martin Moeller verteilte eine Handvoll roter Verkaufspunkte an Zeichnungen von Adolph von Menzel. Das mehr als ein Dutzend umfassende Menzel-Angebot lag zwischen 24.000 und 55.000 Euro. Welche Anziehungskraft Kunstkammerobjekte der Renaissance und des Barock besitzen, offenbarte die „Orangerie“. Mit dieser Gemeinschaftsausstellung von 12 Ausstellern der ersten Stunde erinnerte die Messe an die Anfänge der HIGHLIGHTS. Ein österreichischer, virtuos geschnitzter Barock-Hausaltar von Leonhard Sattler, den der Skulpturenkenner Dr. Rainer Jungbauer anbot, sowie zwei Vanitas-Schädel aus dem 17. Jahrhundert aus dem Angebot der Kunstkammer Georg Laue gingen in neue Sammlungen.

„Die Werke der Klassischen Moderne sind die Altmeister von heute“, behauptet Thole Rotermund. Der Experte für Papierarbeiten des Expressionismus setzte sowohl eine “Große Meditation“ von Alexej von Jawlensky aus dem Jahr 1937 als auch die mit Verve hingetuschten, dynamischen „Tänzerinnen“ von Ernst Ludwig Kirchner aus den 1920er Jahren im sechsstelligen Eurobereich ab. Dass Werke des Expressionismus ein starkes Marktsegment der HIGHLIGHTS sind, bestätigen auch Verkäufe von Arbeiten Otto Muellers und Lyonel Feiningers bei der global agierenden Galerie Wienerroither & Kohlbacher. Österreichische Aussteller registrierten, dass Alfons Walde nach wie vor einer der gefragtesten Moderne- Künstler des alpenländischen Raum ist.

Mehr und mehr Aufmerksamkeit bekommen auf der HIGHLIGHTS die Klassiker um 1960 und der Gegenwart. Jeweils für einen sechsstelligen Betrag konnte die Galerie Koch ein farbstarkes Aquarell von Joan Miró von 1959 und die Galerie bei der Albertina Zetter die große, stark abstrahierte Bronze „Figur II“ von Johannis Avramidis von 1959 weiterreichen. Solide fünfstellig waren die Preise für Toni Creggs Bronze „Willow“ von 2014 bei Galerie Zetter + Kovacek, für Hans Georg Pfahlers klares, farblich subtiles Hard- Edge-Gemälde „Dellastex IV“ von 1964/65 bei Galerie Schlichtenmaier sowie Karin Kneffels hyperrealistisches Kirschengemälde „OT“ bei Galerie Ludorff.

Von Anbeginn war die Fotografie ein Schwerpunkt der HIGHLIGHTS. Wie groß die Sammellust auf diesem Gebiet ist, zeigten Ira Stehmann Fine Art und Stephen Hoffman Fine Art Fotographie. Viele Motive wurden mehrfach verkauft, wie bei Stehmann etwa das Kate-Moss-Porträt der amerikanischen Modefotografien Stephanie Pfriender Stylander zu einem Preis um 15 000 Euro. In dieser Preislage verkaufte auch Hoffman zwei Mal Alfred Eisenstaedts Life-Fotografie eines „Ice skating waiter“ von 1932 aus einer Auflage von 1995 an, die zu Lebzeiten Eisenstaedts entstand.

Die HIGHLIGHTS hat in ihrem Jubiläumsjahr nicht nur unter Beweis gestellt, dass sie im internationalen Kunstmesseterrain eine absatzstarke und unverwechselbare Marke ist. Sie ist seit 2010 ein gesellschaftlicher Event. Vertreter aus Politik, Kultur und Münchner Prominenz boten während des festlichen HIGHLIGHTS- Dinners in der Münchner Residenz tatkräftig bei der Charity-Auktion mit. Die von Dr. Alexander Kunkel „zusammengehämmerten“ 20 000 Euro fließen in die Restaurierung des fast 2,5 Meter hohen Porträts des bayerischen Kurfürsten Karl Theodor, das Ende des 18. Jahrhunderts von Johann Wilhelm Hofnaas nach einer Darstellung Pompeo Batonis gemalt wurde und zum Bestand der Residenz gehört.

Die nächste HIGHLIGHTS findet vom 21. bis 25. Oktober 2020 wiederum im Kaiserhof der Münchner Residenz statt.

Weitere Termine und Informationen zur HIGHLIGHTS Internationale Kunstmesse München unter http://www.munichhighlights.com.

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