Das „Dream Race“ von DTM und SUPER GT in Fuji: Ein Traum wird Wirklichkeit
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Das „Dream Race“ von DTM und SUPER GT in Fuji: Ein Traum wird Wirklichkeit

18. November 2019
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Generalprobe in Hockenheim: DTM meets SUPER GT © DTM
  • Meilenstein: 22 Fahrzeuge von fünf Marken beim „SUPER GT x DTM Dream Race“ am Start
  • Starpower: Audi und BMW schicken große Namen ins Rennen
  • Neue Regeln für alle: fliegender Start, kein DRS und kein Push-to-Pass, aber Pflicht-Boxenstopps

Die DTM überwindet Motorsport-Grenzen – sowohl wörtlich als auch im übertragenden Sinn: Am kommenden Wochenende steht die erste gemeinsame Rennveranstaltung mit der japanischen SUPER-GT-Serie auf dem Programm. Nach jahrelanger strategischer und technischer Vorarbeit wird das Meilenstein-Event auf dem legendären Fuji Speedway mit zwei Rennen über 55 Minuten plus eine Runde, jeweils eines am Samstag und Sonntag, 23. und 24. November 2019 ausgetragen.

Nach der Generalprobe auf dem Hockenheimring im Oktober, als drei japanische GT500-Autos beim DTM-Saisonfinale bereits erste Daten für das Dream Race sammelten, wird nun ein komplettes Starterfeld von 22 Autos zu bestaunen sein: sieben DTM-Boliden von Audi und BMW sowie 15 japanische Fahrzeuge von Lexus, Honda und Nissan.

Es verspricht ein aufregendes Wochenende zu werden – mit vielen interessanten Fragestellungen. In Fuji werden alle Autos ohne die in der DTM üblichen Überholhilfen Drag-Reduction-System (DRS) und Push-to-Pass (P2P) fahren – ein Vorteil für die SUPER-GT-Teams? Alle Teilnehmer gehen indes mit den aus der DTM bekannten Hankook-Einheitsreifen an den Start – ein Vorteil für Audi und BMW? Zu guter Letzt: Beide Rennen werden im SUPER-GT-Stil fliegend gestartet.

Große Namen vertreten DTM in Japan

Hinzu kommt das einzigartige Layout des Fuji Speedway, das Kurven mit langen Radien und eine mächtige Gerade von 1.475 km Länge enthält. Bei der Fahrzeugabstimmung ein zufriedenstellendes Gleichgewicht zwischen Topspeed und Anpressdruck zu finden, wird insbesondere für die DTM-Teams nicht einfach sein.

Während die Fahrer von Audi und BMW an beiden Renntagen an den Start gehen, wird die überwiegende Mehrheit der SUPER-GT-Teams am Sonntag einen anderen Fahrer stellen als am Samstag – mit Ausnahme des Raybrig-Honda-Teams, das ausschließlich mit Naoki Yamamoto (JPN) antritt. Audi schickt neben den DTM-Champions René Rast und Mike Rockenfeller (beide GER) mit dem französischen Duo Loïc Duval und Benoît Tréluyer auch zwei frühere SUPER-GT-Meister ins Rennen. BMW bietet neben dem zweimaligen DTM-Champion Marco Wittmann (GER) zwei ehemalige Formel-1-Piloten auf: Motorsport-Legende Alessandro Zanardi (ITA) und Lokalmatador Kamui Kobayashi (JPN).

Stimmen – Dream Race, Fuji Speedway

„Die gemeinsame Veranstaltung von DTM und SUPER GT an diesem Wochenende ist ein bahnbrechendes Ereignis. Seit langer Zeit hat es den Wunsch gegeben, gemeinsam ein Rennen auszurichten. Der Umsetzung sind viele Jahre harter Arbeit vorausgegangen. Die zwei deutschen Hersteller in der DTM, Audi und BMW, bringen einige ihrer größten Champions nach Japan: die zweimaligen Meister René Rast und Marco Wittmann, dazu Mike Rockenfeller. Loïc Duval und Benoît Tréluyer haben im Laufe ihrer langen und preisgekrönten Karrieren in Japan große Erfolge gefeiert. Dazu kommen noch Lokalmatador Kamui Kobayashi und der legendäre Alex Zanardi, dessen Erfolge keiner weiteren Erwähnung bedürfen. Während wir ein neues Kapitel in der Geschichte beider Rennserien schreiben, hoffe ich zugleich, dass wir eine sichere und erfolgreiche Veranstaltung erleben werden – und dass die Zuschauer den Spaß und den Nervenkitzel genießen, welcher durch die Kombination von DTM und SUPER GT zweifelsohne entstehen wird.“Gerhard Berger, 1. Vorsitzender ITR e. V.

„Ich bin noch nie in Japan gewesen, insofern bin ich auf alles schon sehr gespannt. Ich habe mich gut anderthalb Tage lang im Simulator auf Fuji vorbereitet sowie einige Videos auf YouTube gesehen – hauptsächlich, um die Rennstrecke kennenzulernen und um wieder in den Rennmodus zu schalten. Aber es gibt keinen Druck: Meiner Meinung nach wird es für uns vor allem darum gehen, das Wochenende zu genießen und den Fans eine gute Show zu bieten. Aufgrund des einzigartigen Streckenprofils ist in Fuji eine besondere Fahrzeug-Abstimmung gefragt: Einerseits will man so viel Höchstgeschwindigkeit wie möglich auf der langen Geraden erzielen, andererseits benötigt man in den anderen Abschnitten möglichst viel Abtrieb, vor allem im letzten Sektor. Das wird nicht so einfach – vor allem, wenn man sich das starke Teilnehmerfeld ansieht. Da sind wirklich einige sehr bekannte Namen dabei. Praktisch alle haben schon Rennen gewonnen und jeder hat es absolut verdient, in Fuji am Start zu stehen.“René Rast, Audi, DTM-Champion 2017 & 2019

„Es ist wirklich schön, dass wir nun endlich die ersten richtigen gemeinsamen Rennen mit der SUPER GT fahren werden. Da der Fuji Speedway Neuland für mich ist, war ich in meiner Vorbereitung ebenfalls auf den Simulator sowie die zahlreichen Onboard-Videos angewiesen, die es auf YouTube gibt. Im Grunde genommen unterscheidet sich da unsere Vorbereitung auf das Dream Race nicht besonders von unserem normalen Ablauf in der DTM – in der zurückliegenden Saison hatten wir es dort ja ebenfalls mit zwei für uns neuen Rennstrecken zu tun. Das Streckenlayout in Fuji sieht cool aus, insbesondere durch die extrem lange Start-Ziel-Gerade. Dort sollten hohe Topspeeds möglich sein. Ob wir aber die 300-km/h-Marke knacken werden, hängt vielleicht auch ein bisschen vom Windschatten ab. Es ist großartig, mit Kamui Kobayashi und Alex Zanardi als Teamkollegen sowohl einen Lokalmatador als auch eine absolute Sportlegende dabeizuhaben. Das ist eine gute Mischung. Alex kennt unser DTM-Auto von seinem Gaststart im vergangenen Jahr, auch wenn wir damals noch nicht mit den neuen Turbo-Motoren gefahren sind. Eine Ergebnisprognose traue ich mir nicht zu: Während die SUPER-GT-Teams die Rennstrecke deutlich besser kennen als wir, verfügen wir über deutlich mehr Erfahrung mit den Hankook-Reifen. Das Wichtigste ist, dass wir eine gute Show abliefern und damit die Grundlage schaffen für mehr Rennen dieser Art in der Zukunft.“Marco Wittmann, BMW, DTM-Champion 2014 & 2016

Wow-Fact – Dream Race, Fuji Speedway

22

Beim Dream Race stehen insgesamt 22 jeweils über 600 PS starke Fahrzeuge am Start. Das größte Kontingent schickt Lexus mit sechs LC500 ins Rennen, gefolgt von Honda mit fünf NSX-GT. Nissan nimmt wie Audi mit jeweils vier Autos teil, während BMW drei M4 DTM nach Japan gebracht hat.

Regel im Fokus

Startprozedur

Im Gegensatz zur DTM werden beide Läufe des Dream Race fliegend gestartet. Dies entspricht auch dem seit Jahren in der SUPER-GT-Serie praktizierten Modus, in dem jeweils zwei Fahrzeuge pro Startreihe gruppiert werden. Die Pole-Position befindet sich auf dem Fuji Speedway in Fahrtrichtung auf der rechten Seite.

Und dann ist da noch…

… der Livestream. Das Dream Race markiert den Beginn einer öffentlichen Beta-Phase der neuen OTT-Plattform der DTM. Nutzer können sich auf DTM.com registrieren und bis zum Jahresende kostenfrei DTM-Inhalte genießen. So sind bei den Live-Übertragungen aus Fuji neben dem üblichen TV-Bild auch vier Onboard-Kanäle anwählbar – sowohl im Vollbild als auch in individuell anpassbaren Multiscreens.

Start der Rennen am Samstag und Sonntag ist jeweils um 14:26 Uhr Ortszeit (6:26 Uhr MEZ). Im deutschsprachigen Raum wird der TV-Sender SAT.1, TV-Partner der DTM, beide Rennen live übertragen. Die Sendungen beginnen jeweils um 6:25 Uhr MEZ. Darüber hinaus wird das Dream Race unter anderem in Japan, Russland, Nordamerika, Malaysia, Indonesien und in den Niederlanden live im TV gezeigt. Motorsport.TV streamt die Rennen ebenfalls live.

2019 © DTM

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