„Sportler des Jahres“ 2023 in Baden-Baden – (R)evolution im 77. Jahr
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„Sportler des Jahres“ 2023 in Baden-Baden – (R)evolution im 77. Jahr

10. Dezember 2023
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Sportler des Jahres

Baden-Baden, Dezember 2023: Man schrieb das Jahres 1947, als eine Handvoll Tageszeitungen ihr Urteil für den allerersten „Sportler des Jahres“ einreichten. Jetzt, 2023, erlebt die Wahl ein Update der besonderen Art: Die Kader-Athletinnen und -Athleten des Deutschen Olympischen Sportbunds beteiligen sich an der historischen Umfrage, indem sie die Vorauswahl treffen. Gemeinsam mit den Para- Sportlerinnen und -Sportlern des Deutschen Behindertensportverbands sowie den Athletinnen und Athleten der Nicht-Olympischen-Verbände. Zusammen bestimmen sie die Top Ten in den Rubriken Sportlerin, Sportler und Mannschaft des Jahres.

Die Mitglieder des VDS (Verband Deutscher Sportjournalisten) übernehmen den zweiten Part der Abstimmung – dann stehen die Siegerinnen und Sieger fest, die am Sonntag, 17. Dezember, zum 55. Mal in Baden-Baden ausgezeichnet und geehrt werden. Die veranstaltende Internationale Sport-Korrespondenz (ISK) der Familie Dobbratz, der DOSB und der DBS sehen in diesem Votum eine „kleine Revolution“ der traditionellen Umfrage, das Ergebnis wird auf einer größtmöglichen Breite basieren. Das Zusammenwirken von Medien und Sport sorgt für einen ganz außergewöhnlicher Aspekt der nunmehr 77. Wahl „Sportler des Jahres“. Man darf extrem gespannt sein, wen das ZDF – zum 25. Mal Partner der Gala – in seiner Sondersendung am dritten Advent im Kurhaus Baden-Baden präsentieren wird.

Der „Sparkassenpreis für Vorbilder im Sport“ wird vom Deutschen Sparkassen- und Giroverband schon zum 32. Mal ausgelobt. Ebenso bewährter wie kompetenter Partner beim „Familientreffen des deutschen Sports“ ist – neben dem ZDF – einmal mehr die Baden-Baden Events GmbH.

Erstmals kann die Gala wieder „in die Vollen“ gehen, sprich: Keine Einschränkungen mehr und wieder ein „Full House“ mit 720 festlich gestimmten Besuchern im Bénazetsaal des Kurhauses. Das neue Moderatorenpaar Lena Kesting und Sven Voss geht im „Zweiten“ mit der Ausstrahlung der Bilder von 22.15 bis 23.45 Uhr auf Sendung. Bereits ab 20 Uhr wird die Sendung im Livestream bei „sportstudio.de“ angeboten. Das Geheimnis, wen der DOSB als „Trainer-/Trainerin des Jahres“ auszeichnet, und wer die Ehrung als „Newcomer des Jahres“ von „Die Siegerchance“, einer Zusatzlotterie der Glücksspirale, erfährt, wird dann ebenfalls gelüftet sein.

Ein neues Mainzelmännchen-Duo: Lena und Sven moderieren Gala „Sportler des Jahres“

Zehn Tage vor der 77. Auflage des „Sportler des Jahres“ 2023 steigen nicht nur die Erwartungshaltung und die Spannung, wer denn nun in diesem Jahr bei der großen Gala im Kurhaus von Baden-Baden am 17. Dezember ganz oben auf dem Treppchen der Geehrten stehen wird. Es steigt vor allem bei allen Beteiligten die (Vor)-Freude auf das alljährliche Familienfest des Deutschen Sports. Das wurde bei der traditionellen „Preview“-Pressekonferenz am Donnerstag, 7. Dezember an gleicher Stelle deutlich.

Klaus Dobbratz, Chef der veranstaltenden Internationalen Sportkorrespondenz (ISK), begrüßte beim Prolog zur Sendung am dritten Advent im Bénazet-Saal des Kurhauses von Baden-Baden als Erste Nina Reichenbach, sechsfache Weltmeisterin im Rad-Trial, die mit ihrem Techno-Bike als einzige Aktive die Treppen zum Kurhaus hinauf hüpfte.

In diesem Jahr hat der „Sportler“ zum ersten Mal nach der Corona-Pandemie wieder die Möglichkeit, vor „vollem Haus“ zu operieren. 700 Gäste dürfen die ISK und mit ihr der Medienpartner ZDF wieder begrüßen. soviel wie vor dem Virus-Zeitalter. „Von daher ist es auch für uns so etwas wie ein Neubeginn“, beteuerte Dobbratz, der in 2023 von viel Mannschaftspower, tollen und erfolgreichen Sportlerinnen und einem „heißen Herbst“ bei den Männern sprach.

„Wir haben die breiteste Basis, die man sich vorstellen kann“, erklärte der ISK- Chef. „Wir laden alle Sportlerinnen und Sportler ein, die in diesem Jahr Europameister oder Weltmeister geworden sind. Egal, ob in olympischen oder nicht-olympischen Sportarten. Und alle, die es ermöglichen können, werden da sein. Das macht einen solchen Spaß, die Liste für die Tische zusammen stellen, damit alle möglichst viel Gelegenheit haben, einen schönen Abend miteinander zu verbringen.“

Yannis Fischer, Para-Weltmeister 2017 im Fußball, und jetzt auch im Kugelstoßen, kam frisch vom Trainingslager der Parasportler in Lanzarote und sieht es „als eine Mega-Ehre an, hier dabei zu sein. Das zeigt, dass unsere Leistungen auch gewürdigt werden, und ich habe bisher nur Gutes von der Stimmung und der Atmosphäre bei der Gala gehört.“ Früher musste er einmal die Woche von seinem Wohnsitz am Bodensee zum Olympia-Stützpunkt nach Stuttgart fahren. Mittlerweile lebt er dort und studiert Informatik.

Nina Reichenbach, die sechsfache Weltmeisterin im Rad-Trial, erzählte, wie sie in diesem Jahr bei der WM in Glasgow auf Whisky-Fässern mit ihrem Trial-Rad jonglieren musste, um den sechsten Titel in Folge einzufahren. Dass Rad-Trial nicht olympisch ist, bedauert die Athletin, die ihr 3.000 Euro teures Rad selbst bezahlen muss, zwar. „Aber wir können nichts anderes machen, als unsere Sportart nach vorn zu bringen, vielleicht klappt das dann mal mit dem Olympischen Spielen.“

Christoph Büker, der Pressesprecher des Deutschen Basketball Bundes, erzählte nach dem sensationellen Gewinn des WM-Titels der deutschen Basketballer davon, dass die „Mitgliederzahlen bei uns jetzt nach oben schnellen. Das müssen wir jetzt von oben steuern, müssen in die Schulen gehen, damit diese Wirkung nicht einfach nach ein paar Wochen verpufft.“

Die hoch dekorierten Mannschaftssportarten werden, das erklärten Büker und auch Harold Kreis, der Trainer der bei der WM mit Silber dekorierten deutschen Eishockey-Cracks, alles versuchen, „so viele Athleten am nächsten Sonntag hierhin zu bringen, wie nur irgend möglich. Einige können natürlich bei dem eng getakteten Spielplan nicht kommen, aber wir sind gut vertreten.“ Das Problem bei den Kufencracks sei, was den Mitglieder-Boom betreffe, im Vergleich zu den Basketballern, dass „eine Eishockey-Ausrüstung halt sehr kostenintensiv sei. Auf die Eltern, die mit viel Idealismus ans Werk gehen, wenn sie ihrem Filius den Weg zum Eishockey ebnen wollen, kommt da viel Arbeit und Einsatz zu. Sie haben meinen höchsten Respekt.“

Die Fernseh-Zuschauerinnen und Zuschauer werden in diesem Jahr zum ersten Mal seit 15 Jahren nicht Katrin Müller-Hohenstein und Rudi Cerne in ihren Wohnzimmern begrüßen dürfen. Sven Voss, der in diesem Jahr erstmals Mitglied des Moderatoren-Duos gemeinsam mit Lena Kesting ist, erzählte mit einem Schmunzeln, wie er davon erfuhr, dass er in diesem Jahr die Gala moderieren sollte: „Ich habe gerade bei uns zu Hause den Hof gekehrt, als Yorck (ZDF- Sportchef Dr. Yorck Polus) mich anrief und meinte: ‚Kannst Du Dir vorstellen, in diesem Jahr den ‚Sportler des Jahres‘ zu moderieren?“

Natürlich, bestätigte Voss, „stelle ich mich gerne dieser Herausforderung. Der Sportler des Jahres ist unser jährliches Highlight zum Ende des Jahres und ich bin mir sicher, dass Lena und ich das gut auf die Bühne bringen werden.“

„Ich habe überhaupt keinen Zweifel daran, dass Lena, die ein sehr großes Talent mit viel Teamfähigkeit ist, und über die Fähigkeit verfügt, mit Menschen zu sprechen, eines der Gesichter im ZDF-Sport werden wird“, beteuerte ZDF- Sportchef Dr. Yorck Polus. Ihr Moderations-Partner Sven Voss betonte das beiderseitige Vertrauen, das er und Lena Kesting zueinander hätten. „Und wenn etwas schief geht, dann werden wir die Suppe gemeinsam auslöffeln. Aber es ist auch gut, wenn man weiß, dass man in Gestalt von York ein richtig breites Kreuz hinter sich hat.“ Irgendwann, so Polus, seit knapp einen Jahr ZDF-Sportchef, „muss auch die neue Generation mal ran.“

Nora Waggershauser, Chefin von Baden-Baden-Events, dankte vor allem der Familie Dobbratz und dem ZDF für das jahrelange Vertrauen. „Es gibt viele, viele Städte, die gäben etwas dafür, wenn sie an unserer Stelle wären. Und die Anfahrt der Ehrengäste über unseren illuminierten Christkindleinsmarkt ist für sie sicherlich ein zusätzliches Highlight.“

Einiges geändert hat sich bei der Ermittlung des Rankings nach 76 Jahren: So wurden, wie Deborah Dobbratz den neuen Modus erklärte, zum ersten Mal auch die Athletinnen und Athleten mit in die Wahl eingebunden. Erst dann kamen anhand einer zehnköpfigen Vorschlagsliste auch die Journalistinnen und Journalisten zu Wort „Wir wollten die Wahl auch öffnen, und ich glaube, das ist uns sehr gut gelungen.“

Dass inzwischen seit 23 Jahren auch die Ehrung für das „Vorbild im Sport“ durch den Deutschen Sparkassen- und Giroverband ein fester Bestandteil der Veranstaltung ist, zeige, „dass wir noch Idole und Vorbilder im Sport haben und das mit dem Preisträger auch zu würdigen wissen. Wir erleben nicht alles im Schatten vom Fußball: Wir halten die olympischen Sportarten sehr hoch.“

Internationale Sport-Korrespondenz (ISK)

https://www.sportler-des-jahres.de

Michaela Etzel
Michaela Etzel https://www.jetset-media.de

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