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Kunsthalle Würth feiert Wiedereröffnung und 25-jähriges Bestehen
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Kunsthalle Würth feiert Wiedereröffnung und 25-jähriges Bestehen

13. Oktober 2026
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Feierliche Eröffnung der Kunsthalle Würth v.l.n.r. Elke Büdenbender, Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, Reinhold Würth, Maria Würth © andi Schmid

25 Jahre nach ihrer Eröffnung beginnt für die Kunsthalle Würth in Schwäbisch Hall ein neues Kapitel. Nach rund dreijähriger Erweiterungs- und Umbauphase, während der der Ausstellungsbetrieb weitgehend fortgeführt wurde, präsentiert sich das Haus nun erstmals in seiner erweiterten Form.

Die Wiedereröffnung wurde am 13. Oktober mit einem Festakt in der St. Katharina Kirche begangen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Ministerpräsident Cem Özdemir, Anselm Kiefer und rund 600 geladene Gäste nahmen an diesem besonderen Anlass teil, der zugleich die Bedeutung der Kunsthalle und das kulturelle Engagement von Würth in den Mittelpunkt stellte. Dieses geht auf die Leidenschaft und Initiative des Unternehmers und Sammlers Reinhold Würth zurück.

Feierliche Eröffnung der Kunsthalle Würth v.l.n.r. Elke Büdenbender, Bundespräsident Dr. Frank-Walter Steinmeier, Reinhold Würth, Maria Würth, © andi Schmid

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier würdigte in seiner Rede die Bedeutung der Kunstsammlungen von Reinhold Würth für die Gesellschaft: „Wo immer Sie Ihre Exponate zeigen, in Ihren Museen, Ausstellungshallen und Kunstdependancen, entstehen auch Orte der Begegnung und des Austauschs, wie sie unsere Gesellschaft so dringend braucht. Und dafür möchte ich Ihnen ganz herzlich danken!“

Cem Özdemir, Ministerpräsident des Landes Baden-Württemberg, würdigte: „Kunst vermag Menschen zusammenzubringen. Menschen vermögen Kunst zu schaffen. Heute feiern wir beides. Wir kommen in der sehr gelungenen erweiterten Kunsthalle Würth zusammen und begehen zugleich ihr 25-jähriges Jubiläum. Es ist fantastisch, hier zu sein und die Werkschau von Anselm Kiefer zu sehen – ein Ausnahmekünstler, mit dem uns das Ehepaar Würth hier zusammenbringt. Ich bin der Familie Würth außerordentlich dankbar für ihr Engagement, mit dem sie sich nicht nur in Schwäbisch Hall, sondern im ganzen Land maßgeblich für den Kunststandort Baden-Württemberg einsetzt.“

Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Ehrenvorsitzender des Stiftungsaufsichtsrats der Würth-Gruppe: „Mein Bestreben mit der Präsentation von Kunst und Kultur, auch im musikalischen Bereich, ist es, der Bürgerschaft in der Region ein zusätzliches Fenster in die Kunst- und Kulturwelt zu öffnen.“

v.l.n.r. Geschäftsbereichsleiterin der Würth-Gruppe Maria Würth, Reinhold Würth, Anselm Kiefer, Bundespräsident Steinmeier, Elke Büdenbender, © andi Schmid

Maria Würth, Geschäftsbereichsleiterin Kunst und Kultur in der Würth-Gruppe: „25 Jahre Kunsthalle Würth sind für uns nicht nur Anlass zurückzublicken, sondern vor allem nach vorne. Wir wollen das Haus als offenen und lebendigen Ort weiterentwickeln, an dem Menschen Kunst entdecken, neue Perspektiven kennenlernen und gerne wiederkommen. Die Erweiterung schafft dafür neue Möglichkeiten.“

Seit ihrer Eröffnung im Jahr 2001 hat sich die Kunsthalle Würth zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens in Schwäbisch Hall und zu einem überregional bedeutenden Ort für Kunst entwickelt. Mehr als fünf Millionen Menschen haben das Haus seitdem besucht. Oberbürgermeister Daniel Bullinger hob beim Festakt die Entwicklung der Kunsthalle und ihre Bedeutung für Stadt und Region hervor.

Mit der Erweiterung durch Henning Larsen Architects gewinnt die Kunsthalle rund 600 Quadratmeter zusätzliche Ausstellungsfläche und verfügt nun über insgesamt rund 3.200 Quadratmeter. Erstmals ist ein zusammenhängender Rundgang durch das Haus möglich. Neue Räume für Kunstvermittlung und audiovisuelle Inhalte erweitern zugleich die Möglichkeiten, Kunst auf unterschiedliche Weise zu vermitteln und zugänglich zu machen.

Zahlreiche Gäste bei der feierlichen Eröffnung der erweiterten Kunsthalle Würth am 13. Oktober 2026, © andi Schmid

Den Auftakt im wiedereröffneten Haus bildet die große Einzelausstellung „Anselm Kiefer – Alles, was der Fall ist“. Sie versammelt mehr als 70 Werke aus der Sammlung Würth sowie 21 Leihgaben des Künstlers und ist ab dem 16. Oktober 2026 in der Kunsthalle Würth zu sehen. Anselm Kiefer zählt zu den bedeutendsten Künstlern der Gegenwart. In seinen vielschichtigen Arbeiten setzt er sich mit Geschichte, Erinnerung und den großen Fragen menschlicher Existenz auseinander. Sein Werk prägt die Sammlung Würth seit Jahrzehnten.

Auch die beiden zentralen Themen der Wiedereröffnung, Architektur und Kunst, standen im Mittelpunkt des Festakts: Werner Frosch von Henning Larsen Architects gab Einblicke in die architektonische Erweiterung der Kunsthalle. Der Kunsthistoriker und Katalogautor Florian Illies richtete den Blick auf Anselm Kiefer und die große Wiedereröffnungsausstellung „Anselm Kiefer – Alles, was der Fall ist“.

Über die Ausstellung in Schwäbisch Hall hinaus erhält das Werk von Anselm Kiefer auch in Künzelsau einen neuen dauerhaften Ort: Am Museum Würth 2 eröffnete der von Sir David Chipperfield entworfene Anselm Kiefer Pavillon. Er ist dem monumentalen Werk „Schwarze Flocken“ aus der Sammlung Würth gewidmet, das mit einer Höhe von rund elf Metern erstmals in einem eigens dafür geschaffenen Gebäude präsentiert wird.

Copyright Fotos: © andi Schmid und © Ufuk Arslan

© Adolf Würth GmbH & Co. KG

Michaela Etzel
Michaela Etzel https://www.jetset-media.de

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