Nina und Julia Meise: Erster Friseurbesuch und erstes Mode-Shooting nach dem Lock Down
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Nina und Julia Meise: Erster Friseurbesuch und erstes Mode-Shooting nach dem Lock Down

11. Mai 2020
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Nina und Julia Meise mit Stefan M. Pauli, Copyright Fotos: Petra Schönberger

Corona-Frisur und Jogginghosen – und tschüss!

Die TV-Zwillinge und Models lassen sich für das dresscoded-Shooting im Salon von Stefan M. Pauli stylen und shooten Kleider aus dem Special Sale von dresscoded.com und Kleider aus Natascha Grüns erster eigenen Kauf-Kollektion.

Neue Geschäftsmodelle in Zeiten von Corona: die Meise-Zwillinge, Natascha Grün und Stefan M. Pauli erzählen, wie sie ihr Business bedingt durch Corona umstellen mussten. 

Seit 4. Mai 2020 dürfen die Friseure nach dem Lock Down wieder öffnen. Aufatmen also bei den Ladies. Auch die Meise-Twins Nina und Julia Meise packten die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe. Sie ließen sich im Salon von Star-Friseur Stefan M. Pauli in der Briennerstraße in München ihr „erdunkeltes“ Blond auffrischen. Natürlich mit dem nötigen Sicherheitsabstand und unter Einhaltung der Hygieneregeln mit Mundschutz und dem Einsatz von Desinfektionsmitteln. Anlass war ein Fashion-Shooting für Internet-Unternehmerin & Designerin Natascha Grün. Die Gründerin und Betreiberin des Online-Kleiderverleihs dresscoded.com hatte die Zwillinge und Bloggerin Jeannette Graf als Models für ihre neue Kauf-Kollektion „Natascha Grün“ engagiert. Denn Natascha Grün, die seit Jahren viele Promi-Ladies mit ihren Leih-Roben und -Dirndln ausstattet, setzt in der Krise, angesichts der Absage aller Society-Events und der Wiesn, nun verstärkt auf Mode zum Kaufen. Passenden Mundschutz inklusive!

Neue Wege also in der Krise, nicht nur bei Natascha Grün. Auch für Werbe-Models wie die Meise-Zwillinge und Friseure wie Stefan M. Pauli ist jetzt vieles neu. Die Meise-Twins dazu: „Wir wurden vor der Krise hauptsächlich für Moderationen, Fotoshootings, Fashionshows und Events gebucht. Damit war natürlich erst einmal Schluss“, so die Meise-Zwillinge. „Alle Events wurden abgesagt. Das ist heute unser allererstes Shooting seit Beginn der Krise und auch unser erster Friseurbesuch seither. Wir waren zuletzt am 15. Januar beim Friseur, dieses Datum haben wir uns gemerkt. Nach dreieinhalb Monaten war es höchste Eisenbahn. Auch ohne Ausgangsbeschränkungen hätten wir uns so langsam nicht mehr unter die Leute getraut. Ein Vorher-Nachher-Effekt, den es vorher noch nie so gab. Wir fühlen uns wie neugeboren und sind endlich wieder Blondinen“, so die Zwillinge schmunzelnd. „Auch wenn es jetzt natürlich nicht mehr so unbeschwert ist. Sowohl beim Friseur als auch beim Shooting muss jetzt einiges beachtet werden: Maske, Abstand, etc. Aber es ist ein erster Schritt in eine neue Normalität.“ Auch die beiden haben neue Wege in der Krise gefunden: „Der Trend derzeit geht noch stärker zu online und zum Internet. Wir machen jeden Dienstag bei Instagram unseren Live-Twin-Talk zu einem aktuellen Thema, das unsere Follower gerade bewegt. Auch hierfür sind wir über unsere Frisur und auch für Nataschas Kleider sehr dankbar. Klar könnten wir das auch im Schlabber-Look moderieren, in Zeiten wie diesen. Aber es geht doch auch darum, sich in seiner Haut wohlzufühlen. Schöne Kleider und schöne Haare tragen dazu auf jeden Fall bei. Wir haben schon vor der Krise immer gerne Nataschas Kleider getragen. Gerade jetzt steht ihre Mode für Lebensfreude und sie erinnert uns an die guten, alten Zeiten, die noch gar nicht so weit zurückliegen, einem aber schon ewig her vorkommen. Toll, dass sie jetzt neue Wege geht und sich nicht unterkriegen lässt. Und ihre Kleider, die sie jetzt zum Kauf anbietet, gefallen uns so gut, dass wir sie auch gar nicht ausleihen, sondern mehrfach tragen wollen.“

„Letztes Jahr habe ich angefangen, eine eigene Linie unter dem Label „Natascha Gruen“ zu designen. Die Kleider waren eigentlich nur für den Verleih gedacht. Da sie allerdings erstaunlich gut bei meinen Kundinnen ankommen, habe ich nun auch die Kollektion zum Kaufen erstellt, die es ab Anfang Juni bei dresscoded.com zu kaufen gibt“, so Natascha Grün. „Die neue Kollektion ist dann nicht ganz so schick und glitzernd wie die zum Leihen: Hier finden sich eher luftige Kleider und Jumpsuits im Boho-Stil aus Seide und Jersey statt Pailletten. Eben Kleider, die man auch tagsüber oder zum Restaurant-Besuch tragen kann. Eigentlich wollte ich damit noch warten, aber wegen der Corona-Krise kommen die Teile nun schneller auf den Markt. Alle Events und Hochzeiten, für die die Damen gewöhnlich meine edlen Kleider leihen, wurden bis Ende August verboten. Dann kam auch noch die Absage der Wiesn. Da meine Kundinnen also momentan keine großen Roben und Dirndl leihen, haben wir bei dresscoded.com gerade einen Special Sale mit bis zu 80 Prozent reduzierten Kleidern. Das Leihen wird es natürlich auch weiterhin geben, aber damit schaffe ich mir in diesen Zeiten ein zweites Standbein.“

Erste Entspannung auch bei Stefan M. Pauli. Er beschäftigt 27 Mitarbeiter und nach sechs Wochen durfte er seinen Salon endlich wieder öffnen. Und er war erstaunt von der Resonanz der Kundschaft: „Wir sind gebucht wie vor Weihnachten“, erzählt er. „Die Menschen sehnen sich also danach, endlich wieder zum Friseur zu gehen. Ich bin gespannt, wie viele Corona-Frisuren wir „behandeln“ müssen“, meinte er schmunzelnd. „Einige Damen konnten es ja nicht lassen, daheim selbst Hand anzulegen. Wir haben an einen Teil unserer Kundinnen auf Wunsch das Haarfärbemittel nach Hause geschickt, mit dem ausdrücklichen Hinweis, wirklich nur den Scheitel zu korrigieren und nicht alles komplett. Das macht dann besser der Experte.“ Er und sein Team haben jetzt alle Hände voll zu tun: „Ich war überrascht vom großen Interesse. Wir haben sogar neue Kunden dazu bekommen, da sie bei ihrem alten Friseur so schnell keinen Termin bekommen haben. Zum Glück habe ich noch vor dem Beginn der Krise einige neue Mitarbeiter eingestellt, so dass wir jetzt gut aufgestellt sind. Die Vergangenheit zeigt, dass Themen wie Mode und Schönheit gerade in Krisenzeiten immer schon eine große Rolle gespielt haben. Die Menschen wollen sich etwas Gutes für sich selbst tun. Und ich muss noch ein Lob an unsere Stammkundinnen aussprechen: Viele haben vorab Gutscheine gekauft, die sie nun einlösen können, um uns in diesen Wochen des Lock Down zu unterstützen. Wir haben jetzt in den ersten beiden Wochen täglich sogar bis 22:30 Uhr geöffnet. Wir beginnen schon um acht Uhr morgens. Allerdings arbeitet immer nur das halbe Team, damit der Sicherheitsabstand eingehalten werden kann. Und meine Mitarbeiter tragen Handschuhe und natürlich immer Mundschutz. Jeder Mitarbeiter darf auch nur einen Kunden stylen, beim nächsten muss er einen neuen Mundschutz und eine neue Maske anziehen. Mal sehen, wie es wird, mit Mundschutz zu arbeiten, aber ich denke, wir werden uns alle daran gewöhnen“. Gibt es neue Frisurentrends in der Krise? Wird der Ansatz nun vielleicht salonfähig? Pauli lachend: „Bisher wollen alle Kundinnen zu ihrer alten Frisur zurück. So wie auch die Meise-Zwillinge. Die Corona-Frisur mit fünf Zentimeter Ansätzen denke ich wird sich auf Dauer nicht durchsetzen.“

Text: Andrea Vodermayr

Copyright Fotos: Petra Schönberger

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