Matteo Berrettini bleibt der BOSS auf dem Stuttgarter Weissenhof
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Matteo Berrettini bleibt der BOSS auf dem Stuttgarter Weissenhof

12. Juni 2022
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Der Gewinner Matteo Berrettini (ITA) (Photo: Paul Zimmer/Sportfoto Zimmer)

Matteo Berrettini hat am Sonntag das hochklassige Endspiel bei den mit 769.645 Euro dotierten BOSS OPEN auf dem Stuttgarter Weissenhof gewonnen. Der 26-jährige Italiener setzte sich gegen den dreifachen Grand-Slam-Champion Andy Murray (GBR) in 2:40 Stunden mit 6:4, 5:7, 6:3 durch. Der Weltranglisten-Zehnte feierte damit seinen zweiten Turniersieg in Stuttgart nach 2019, zudem ist Berrettini auf dem Weissenhof auch nach neun Matches immer noch ungeschlagen.

Stuttgart, 12. Juni 2022. – Das Endspiel der BOSS OPEN hielt, was es im Vorfeld versprochen hatte! Matteo Berrettini und Andy Murray gingen von Beginn an ein hohes Tempo und geizten auch nicht mit spektakulären Ballwechseln. Im ersten Durchgang reichte dem Italiener ein frühes Break zum 2:1 zum Satzgewinn. Im zweiten Durchgang ging es bis 6:5 mit dem Aufschlag, ehe Murray seinem Gegner das Service zu null abnahm und damit den Gleichstand herstellte.

Zu Beginn des dritten Satzes traten beim Schotten plötzlich Probleme im Bauchmuskelbereich auf. Gegen seinen angeschlagenen Kontrahenten machte der gebürtige Römer mit zwei Breaks zum 1:0 und 6:3 seinen zweiten Stuttgart-Triumph perfekt. Damit bleibt Berrettini, der Markenbotschafter des neuen Titelsponsors, auch der BOSS auf dem Stuttgarter Weissenhof. Für seinen sechsten ATP-Titel kassierte der Italiener einen Siegerscheck in Höhe von 105.290 Euro und 250 Weltranglisten-Punkte.

Matteo Berrettini bleibt der BOSS auf dem Stuttgarter Weissenhof

BOSS OPEN 2022 am 12. Juni 2022 in Stuttgart. Gewinner-Zeremonie mit Andy Murray (GBR) und Matteo Berrettini (ITA), (Photo: Paul Zimmer/Sportfoto Zimmer)

Nach dem verwerteten Matchball verdrückte Berrettini einige Freudentränen. „Es ist unglaublich! Dieses Mal fühlt sich der Sieg sogar noch spezieller an als vor drei Jahren. Ich habe die ganze Woche über gesagt, dass es schwer wird. Ich denke, ich habe nicht einmal mein bestes Tennis gespielt, daher macht mich dieser Erfolg noch stolzer. Es war mental eine schwere Woche, aber ich habe gekämpft und jetzt auch noch gewonnen. Dieser Sieg bedeutet mir sehr viel“, jubelte Berrettini.

Andy Murray präsentierte sich in Stuttgart einmal mehr als großer Sportler. Trotz seiner körperlichen Probleme biss er auf die Zähne und spielte die Partie zu Ende: „Da war das Break am Ende des zweiten Satzes, danach habe ich beim Servieren plötzlich Schmerzen in den Bauchmuskeln gehabt. So etwas hatte ich noch nie zuvor. Ich muss mir das anschauen lassen, wenn ich heimkomme. Ich habe jetzt viele Spiele gespielt, wahrscheinlich die meisten Spiele hintereinander seit 2016. Es ist lange her, dass ich neun Matches in 14 Tagen absolviert habe. Zudem habe ich letzte Woche von Donnerstag bis Samstag durchgespielt. Hier in Stuttgart dann Donnerstag bis Sonntag. Wahrscheinlich ist es normal, dass man nach so einem Programm seinen Körper dann auch spürt. Ich hatte diese Woche einige gute Spiele und Siege. Das Ende war natürlich nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich denke, ich habe gut gespielt und war zu Beginn des dritten Satzes in einer guten Position, um zu gewinnen. Das Ende einer eigentlich guten Woche war dann leider frustrierend“, haderte Murray mit der Blessur.

Den Doppeltitel sicherte sich das polnisch-kroatische Duo Hubert Hurkacz und Mate Pavic, das im Finale den Frankfurter Tim Pütz und den Neuseeländer Michael Venus mit 7:6 (7/3), 7:6 (7/5) bezwang.

Eine perfekt gelungene Premiere der BOSS OPEN am Weissenhof

Zwischen den beiden Endspielen im Doppel und im Einzel haben am Sonntag Turnierdirektor Edwin Weindorfer, Daniel Grieder, CEO der HUGO BOSS AG, sowie Gert Brandner, der 1. Vorsitzende des TC Weissenhof, Bilanz über das mit 769.645 Euro dotierte ATP-Rasen-Highlight auf dem Stuttgarter Weissenhof gezogen, das erstmals als BOSS OPEN ausgetragen wurde.

Stuttgart, 12. Juni 2022. – Turnierdirektor Edwin Weindorfer freute sich über eine perfekt gelungene Premiere der BOSS OPEN. „Wir haben mit der HUGO BOSS AG eine supertolle Reise gestartet. Im ersten Jahr war zwar noch nicht alles umsetzbar, aber wir werden in Zukunft viele spannende Dinge für dieses Turnier entwickeln“, sagte Weindorfer, der sich auch beim TCW-Vorsitzenden Gert Brandner bedankte und das Wohlfühlambiente am Weissenhof hervorhob: „Die Spieler sind begeistert davon, dass dieses Turnier in einem Club mit Tradition stattfindet, in dem Tennis zelebriert wird. Das hat früher schon ein Roger Federer gesagt, und in diesem Jahr auch Stefanos Tsitsipas bestätigt.“

Matteo Berrettini bleibt der BOSS auf dem Stuttgarter Weissenhof

Turnierdirektor Edwin Weindorfer, Daniel Grieder, CEO der HUGO BOSS AG, sowie Gert Brandner, der 1. Vorsitzende des TC Weissenhof, Foto: Michaela Etzel, JETSET-MEDIA

Nachdem das Turnier 2020 wegen der Corona-Pandemie komplett ausgefallen war und 2021 nur eine geringe Zuschauerkapazität erlaubt war, gab es in diesem Jahr keine Besucherbeschränkungen mehr. „Es kamen mehr als 30.000 Zuschauer zu den BOSS OPEN. In der Finalphase waren wir mit dem Besuch sehr zufrieden. Zu Wochenbeginn, als auch das Wetter noch nicht so mitgespielt hat, hatten wir allerdings Luft nach oben. Entscheidend in diesem Jahr war allerdings, dass wir die Tore für die Zuseher wieder öffnen konnten und so auch wieder das ganz spezielle Weissenhof-Ambiente zu spüren war“, ergänzte Weindorfer, der hofft, dass in den kommenden Jahren auch Deutschland Nummer eins Alexander Zverev in Stuttgart aufschlagen wird.

„Wir können auf neun spannende Turniertage zurückblicken, mit packenden und auch überraschenden Matches. Die Spieler haben hervorragende Leistungen gezeigt, und sie sind es letztlich auch, die ein Turnier zu einem solch großartigen Erlebnis werden lassen. Unserem Partner, der e|motion group, ist es gelungen, eine erstklassige und entspannte Atmosphäre hier am Stuttgarter Weissenhof zu schaffen. Daher freuen wir uns, dass das Turnier als BOSS OPEN ab diesem Jahr unseren Namen trägt“, betonte Daniel Grieder, CEO der HUGO BOSS AG.

„Wir sind jetzt wieder zurück im Sportsponsoring und freuen uns ganz speziell, dass wir hier in Stuttgart unser Comeback gegeben haben. Wir konnten unseren Mitarbeitern mit einem Turnierbesuch einen Energieschub verleihen – das hat man in dieser Woche auch in unserer Zentrale und unserem Campus gespürt“, so Grieder weiter. Die Zusammenarbeit zwischen der e|motion group als Veranstalter des Stuttgarter ATP-Turniers und der HUGO BOSS AG wurde vorerst bis einschließlich 2025 vereinbart.

„Ein hervorragendes Teilnehmerfeld, großartige Matches und wieder Besucher auf der Anlage – wir haben eine perfekte Turnierwoche erlebt“, strahlte auch der TCW-Vorsitzende Gert Brandner.

Bilder von Matteo Berrettini und Andy Murray: „Foto: BOSS OPEN / Paul Zimmer“ und Michaela Etzel, JETSET-MEDIA

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