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„Frühlingserwachen“ Vernissage von Alexandra Kordas im Kunstfoyer der LV 1871 in München
Kunst

„Frühlingserwachen“ Vernissage von Alexandra Kordas im Kunstfoyer der LV 1871 in München

11. Mai 2026
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Alexandra Kordas und Wolfgang Reichel, Fotocredit: Hannes Magerstädt

Frühlingsduft lag in der Luft bei der Vernissage von „Frühlingserwachen“ der Münchner Künstlerin Alexandra Kordas im Kunstfoyer der LV 1871, die zu einem glanzvollen Treffpunkt für Persönlichkeiten aus Kultur, dem Showbiz, den Medien und der Wirtschaft wurde. Wolfgang Reichel, Vorsitzender des Vorstands LV 1871 und Dr. Tayfun Belgin, Kurator und Direktor Osthaus Museum a. D. begrüßten rund 200 Gäste wie u. a. Moderatorin Karen Webb, die Schauspieler Jutta Uttendorfer und Deborah Müller-Hill, Künstlerin Djamila Fierek, TAM Kuratorin Dr. Ellen Andrea Seehusen, die Innenarchitekten Isabelle Liegl und Heino Stamm, die Galeristen Rebecca Niehues-Paas und Dr. Valeri Lalov, Filmproduzentin Andrea Sixt, Sängerin Isi von Schaesberg, Artdeco Marketing-Expertin Nagia El-Sayed mit Sigmund Gottlieb und Hielscher Juwelier Boss Kai Pierre Thieß.

Im Mittelpunkt: die Münchner Künstlerin Alexandra Kordas, deren Werke derzeit nicht nur die Münchner Kunstszene ziert, sondern ab Anfang Mai Venedig, denn Kordas wird bei der renommierten Biennale Arte in Venedig mit ihrer Skulptur „The World is falling apart“ vertreten sein. München und Venedig treten damit in einen lebendigen künstlerischen Dialog.

Alexandra Kordas und Wolfgang Reichel, Fotocredit: Hannes Magerstädt

Dr. Tayfun Belgin betonte in seiner Einführungsrede: Alexandra Kordas entfaltet mit ihrer Ausstellung „Frühlingserwachen“ eine emotionale Wucht, die den Betrachter unmittelbar erfasst.  In ihrer Kunst verinnerlicht Alexandra Kordas das Prinzip der inneren Notwendigkeit von Kandinsky: Kunst muss die Seele berühren. Kandinsky meint damit, dass wahre Kunst nicht aus äußeren Regeln oder Nachahmung entsteht, sondern aus einem inneren Drang des Künstlers, also aus seinen Gefühlen, seiner Intuition und der spirituellen Überzeugung. Genauso entstehen bei Alexandra Kordas ihre Werke zuerst im Inneren und entladen sich explosiv auf der Leinwand“.

Die Ausstellung wurde zu einem vibrierenden Schauplatz intensiver Begegnungen, inspirierender Gespräche und sinnlicher Wahrnehmung. Inmitten der Kunstwerke im mit Frühlingsblumen herrlich dekorierten Kunstfoyer klirrten die Champagnergläser und bei angeregten Diskussionen entstand eine Atmosphäre, in der Kunst und Gesellschaft auf besondere Weise verschmolzen.

Kordas’ Werke selbst spiegeln genau diese Energie des Frühlings wider: ein Rausch aus Farbe, Bewegung und Gefühl. Ihre Bildwelten wirken wie aufgeladene Bühnen innerer Zustände – zwischen Ekstase und Zartheit, zwischen Nähe und Widerstand. Leuchtende Farbkompositionen, pulsierende Formen und eine fast körperlich spürbare Dynamik ziehen die Betrachtenden in ihren Bann. Es ist diese emotionale Intensität der Kunst, die den Abend prägte.

Die „Frühlingserwachen“ Ausstellung steht damit nicht nur für den Beginn einer neuen Jahreszeit, sondern auch für einen Moment kultureller Verdichtung: ein Abend, an dem sich die Energie des Kunstgeschehens bündelt – und an dem die Grenzen zwischen Ausstellung und gesellschaftlichem Ereignis bewusst verschwimmen.

Alexandra Kordas, Fotocredit: Hannes Magerstädt

Wenn im Frühjahr das Erdreich aufbricht und die ersten Knospen sich dem Licht entgegenstrecken, liegt in der Luft jene elektrisierende Spannung zwischen Aufbruch und Verwandlung. Eine vergleichbare Energie durchzieht die Ausstellung „Frühlingserwachen“ der Münchner Künstlerin Alexandra Kordas, die ab Mai zudem im Rahmen der Biennale Arte in Venedig vertreten sein wird. Im Kunstfoyer der LV1871 entfaltet sich eine expressive Explosion innerer Landschaften – ein Gefühls Parcours zwischen Liebe und Konfusion, Nähe und Reibung, Zartheit und eruptiver Geste.

Kordas überschreitet in ihren Arbeiten die gewohnten Koordinaten von Form und Emotion. Ihre Bildräume sind keine stillen Oberflächen, sondern vibrierende Resonanzkörper. Sanfte Übergänge kollidieren mit kraftvollen Kontrasten; Beziehungen erscheinen als fragile Geflechte, als Spannungsfelder zwischen Harmonie und Widerstand. Die Künstlerin lädt dazu ein, genauer hinzusehen – und anders zu fühlen.

Mit „Frühlingserwachen“ zeigt Kordas eine ungewohnt farbintensive, mitunter heitere, gleichwohl tiefgründige Facette ihres Schaffens. Pastelltöne begegnen leuchtendem Blau, vibrierendem Gelb und markanten Schwarzakzenten. Diese chromatische Dramaturgie fängt die unbändige Energie des Frühlings ein: das Rauschhafte, das Bunte, das Überbordende. Formen wirbeln wie Konfetti durch den Bildraum, changieren zwischen Verdichtung und Auflösung, Euphorie und Kontrollverlust. Linien scheinen sich zu lösen, um sich im nächsten Moment neu zu formieren. So übersetzt Kordas das Flüchtige des Augenblicks in eine nachhaltige visuelle Erfahrung – roh in der Geste, offen im Ausdruck und zugleich von formaler Präzision getragen.

Alexandra Kordas und Kai Pierre Thieß, Fotocredit: Hannes Magerstädt

Das Gesamtwerk der Künstlerin kreist um Rauschzustände, Transformationsprozesse und die Fragilität des Menschseins. Ihre Bildsprache ist expressiv und emotional aufgeladen, zugleich konzeptionell reflektiert. Zwischen individueller Erfahrung und kollektiver Erinnerung, zwischen gesellschaftlicher Resonanz und poetischer Abstraktion entstehen vielschichtige Kompositionen. Sie berühren nicht nur, sie fordern heraus; sie konfrontieren den Betrachter mit Übergängen – mit Schwellenmomenten, in denen Identität, Gefühl und Wahrnehmung in Bewegung geraten. Kordas’ zentrales Anliegen bleibt dabei unverkennbar: innere Zustände sichtbar zu machen und seelische Metamorphosen erfahrbar werden zu lassen.
Im Kunstfoyer der Lebensversicherung von 1871 werden in regelmäßigen Abständen öffentlich zugängliche Ausstellungen mit Werken renommierter Künstlerinnen und Künstler sowie vielversprechender Nachwuchspositionen präsentiert.<

Informationen unter: www.kunst-im-foyer.de 

Die Künstlerin: Alexandra Kordas 

Alexandra Kordas (1958, München), die zunächst als Schauspielerin und Drehbuchautorin tätig war, ist seit ihrer Schulzeit in der Waldorf Schule künstlerisch kreativ verwurzelt. Ihre expressiven teils großformatige Arbeiten zeichnen sich durch eine ausgeprägte Freiheit im Umgang mit Material, Farbe und Geste aus. Insbesondere ihre Skulpturen entfalten eine physische Präsenz, die den Betrachtenden unmittelbar in das Geschehen einbindet. 

Erst 2018 kam der schöpferische Durchbruch. Seitdem schuf die in Münchner Künstlerin ein tiefgründiges, introspektives Werk, das sich mit Themen wie Leid, Verlust und Krieg auseinandersetzt und in denen schmerzhafte Fragmente persönlicher und kollektiver Erfahrungen zum Vorschein kommen. Ihre Werke entstehen aus einer inneren Schau heraus. Formen und Farben entwickeln sich nicht als Abbild äußerer Wirklichkeit, sondern als Ausdruck eines prozesshaften, intuitiven Geschehens, das dennoch eine subtile Verbindung zur Ding Welt bewahrt. Alexandra Kordas’ künstlerisches Anliegen bleibt dabei klar: Unsichtbare innere Zustände sichtbar zu machen und psychische wie gesellschaftliche Übergänge in eine sinnlich erfahrbare Form zu übersetzen. Ihre Skulptur wirkt als poetischer Seismograf – nicht der großen Erschütterungen, sondern der feinen, entscheidenden Verschiebungen unter der Oberfläche. 

My Favorite, Copyright: Alexandra Kordas

Trotz ihrer noch jungen Karriere stellte Alexandra Kordas in unzähligen Gruppen- und Einzelausstellungen u.a. in Rom, Venedig, Turin, Madrid, London, Zürich, New York und München (Soloausstellung 2026 Kunstfoyer der LV1871). 2025 zählten zu Museumsausstellungen: „Between Poles“ im Palacio Ducal de Medinaceli Museum, Soria, Spanien, und “Fundamental. Von Anfang bis Ende sind wir alle gleich“ MUSEO NACIONAL DE ARTE, La Paz Casilla, Bolivien. Ab Mai 2026 ist Alexandra Kordas eingeladen bei der Biennale Arte in Venedig ein Werk auszustellen.

www.alexandrakordas.com 

Ausstellung: 29. April – Ende August 2026 

Kunstfoyer der Lebensversicherung von 1871 a. G. München
Maximiliansplatz 5
80333 München

Öffnungszeiten: werktags von Montag bis Freitag von 9:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Bilder der Ausstellungswerke: Copyright: Alexandra Kordas

Event-Fotos: Copyright: Hannes Magerstädt

Michaela Etzel
Michaela Etzel https://www.jetset-media.de

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