White Turf St. Moritz 2019 – 1. Rennsonntag
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White Turf St. Moritz 2019 – 1. Rennsonntag

3. Februar 2019
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Fotocredit: swiss-image.ch/Photo Andy Mettler

New Agenda nach Sieg nun GP-Mitfavorit und Strade Kirk gewinnt das Skikjöring

St. Moritz, 03. Februar 2019: Am Tag der gerissenen Favoriten-Serien hatte nach den grossen Schneemengen der letzten Tage das tiefe Geläuf grossen Einfluss auf den Ausgang der Rennen. New Agenda, den englischen Gast aus dem Quartier von Paul Webber, störte der kräfteraubende Boden überhaupt nicht. So erkämpfte sich der Siebenjährige im mit 20’000 Franken dotierten GP LONGINES mit Jockey Dennis Schiergen denSieg um einen Hals, respektive um fünf Hundertstelsekunden. Das Skikjöring gewann nach ebenfalls packendem Finish Strade Kirk mit dem zehnfachen Champion Jakob Broger an den Leinen. Trotz leichtem Schneefall waren rund 7’500 Zuschauer auf den zugefrorenen St. Moritzersee gekommenund sorgten für einen ansprechenden Wettumsatz von 49’500 Franken und damit rund 4’000 Franken weniger als vor einem Jahr, als allerdings ein Rennen mehr gelaufen wurde.

New Agenda lässt sich nicht von der Spitze verdrängen und marschiert Richtung GP

In der wichtigsten Vorbereitungsprüfung für den LONGINES 80. Grossen Preis von St. Moritz, dem GP LONGINES, beorderte der in der Schweiz lebende deutsche Jockey Dennis Schiergen den ihm erstmals anvertrauten New Agenda früh an die Spitze des Siebenereldes. Auf den letzten Metern wurde New Agenda von Fiesta mit dem Schweizer Tim Bürgin hart bedrängt, doch der 6.60:1-Mitfavorit fand immer wieder eine Antwort. Der Abstand zwischen den beiden betrug im Ziel lediglich einen Hals, was 5 Hundertstelsekunden entsprach. Berrahri folgte mit bereits über zehn Längen Rückstand und der zuvor auf Schnee ungeschlagene Vorjahressieger Nimrod ergatterte sich meilenweit zurück den vierten Platz.

Ebenfalls in Richtung LONGINES 80. Grosser Preis von St. Moritz könnte es für Hakam, den Sieger im GP Koller Elektro, nun gehen. Der von Clément Lheureux für Anton und Vreni Kräuliger gerittene Neuling musste zwar auf der Sprint-Distanz drei Kilo mehr schleppen als sein härtester Gegner Footprintinthesand. Trotzdem liess der Schützling des Dielsdorfer Trainers Andreas Schärer diesen um drei Längen überlegen hinter sich.

Der Preis Fraumünster Insurance Experts FEGENTRI, der erste Lauf des neu ins Leben gerufenenLONGINES Fegentri Amateur Riders Champions Cup, ging überlegen an Acteur de l’Ecu mit derÖsterreicherin Hanna Jurankova vor Parthenius mit Alberto Berton für Italien und der Schweizerin ClaudiaWendel im Sattel von Fleur d’Ipanema. Einen Schreckmoment gab es durch den Sturz von Lonessa kurz vordem Ziel. Wie ihre Reiterin Alice Bertiaux erklärte, war die Stute müde und konnte sich nicht mehr konzentrieren, worauf sie strauchelte. Pferd und Reiterin sind wohlauf. Der Sieger Acteur de l’Ecu steht imBesitz des Engadiner Stalles ForzAgricula und wird von Josef Stadelmann in Dielsdorf trainiert.

Jakob Broger meldet im Skikjöring mit Strade Kirk Ambitionen auf seinen 11. Königstitel an

Ungemein spannend war der CREDIT SUISSE – GP von Celerina, der erste Lauf der Credit Suisse Skikjöring Trophy. Die Siegerinnen der letzten beiden Jahre, Usbekia und Valeria Holinger, kämpften tapfer, mussten sich letztlich aber mit Rang vier begnügen. Den Sieg machten in einer wahren Hitchcock-Finale Strade Kirk und Sociopath unter sich aus, wobei das Zielfoto einen Hals-Vorteil (sieben Hundertstelsekunden) für Strade Kirk mit Jakob Broger auswies. «Als er vorne war, hörte Strade Kirk auf zu galoppieren», gab der zehnfache Skikjöring-Champion Broger zu Protokoll, «doch er liess Sociopath dann zum Glück doch nicht vorbei». Rang drei ging an Pinot mit Alfredo Lupo Wolf.

Super Berry Chenou und Anshy gewinnen erstmals auf Schnee – Top-Favorit Spike scheitert am Boden
Der GP DQ Solutions hatte mit dem bei fünf Starts in St. Moritz noch ungeschlagenen Spike einen turmhohen Favoriten. Dieser fühlte sich auf dem sehr tiefen Geläuf jedoch sichtlich unwohl und wurde schon im ersten Bogen angehalten. Der Sieg ging an Super Berry Chenou, der mit Renaud Pujol im Sulky dem Animatoren Terry Gahn in der Zielgeraden keine Chance liess. Jean-François Johner, der Besitzer und Trainer des Siegers Super Berry Chenou, erlebte zusätzlich mit Rang drei im Sulky von Vasco du Graux einen perfekten T ag.

Bei den weniger gewinnreichen Trabern setzte sich Anshy mit Silvan Krüsi um den Preis des Handels- und Gewerbevereins St. Moritz souverän vor Aladin Voisin mit seiner Mutter Barbara Krüsi durch. Mit grossem Rückstand folgte Célèbre Gédé auf Rang drei.

Fotocredit: swiss-image/AndyMettler

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Michaela Etzel
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