Erster Friseurbesuch nach dem Lockdown im Salon Pauli in München
Aktuelle News

Erster Friseurbesuch nach dem Lockdown im Salon Pauli in München

2. März 2021
77 views
0 Kommentare
10 minuten gelesen
Stefan Pauli, Nina & Julia Meise, Fotovermerk: Geisler Fotopress/Steffi Adam

Die Meise-Twins, Ophelia Blaimer und Natascha Grün: Die VIP-Ladies dürfen endlich wieder zum Friseur 

So lief der erste Tag nach dem Lockdown bei Star-Friseur Stefan M. Pauli in München

„Ein absolutes Highlight…“ 

Haarige Zeiten liegen hinter den Damen (und auch Herren). Doch am Montag durften die Friseure nach dem zweiten Lockdown und nach zweieinhalbmonatiger Zwangspause wieder öffnen. Endlich! Aufatmen also bei den Ladies, Ansturm auf die Friseure. Im Salon von Star-Friseur Stefan M. Pauli in der Briennerstraße in München gaben sich gleich am Eröffnungstag die Damen quasi die Klinke in die Hand. Natürlich nur so viele Damen wie erlaubt waren, und im Inneren dann mit FFP2-Maske, Abstand und unter Einhaltung der geltenden Hygieneregeln. Zu den Kundinnen an Tag 1 zählten unter anderem die Meise-Twins Nina und Julia Meise, Designerin Ophelia Blaimer und Internet-Unternehmerin Natascha Grün.

Sie packten die Gelegenheit im wahrsten Sinne des Wortes beim Schopfe – und ließen sich von Stefan M. Pauli und seinem Team ihr „erdunkeltes“ Blond auffrischen und sich einen neuen Schnitt verpassen. Balsam für die Seele in Zeiten von Corona…

Wie groß war die Nachfrage? „Als bekannt wurde, dass die Friseure wieder öffnen dürfen, stand bei uns das Telefon nicht mehr still“, so Stefan M. Pauli. „Wir haben die Leitungen sogar abschalten müssen, da wir zu dem Zeitpunkt noch nicht wussten, wie genau die Regeln aussehen und wie viele Kunden wir bedienen dürfen. Danach waren unsere Damen an der Rezeption bei der Terminvergabe dann von früh bis spät im Einsatz, und dies an vier Telefonen, und haben sogar Überstunden gemacht. Wir haben versucht, allen unseren Kundinnen einen Termin in den ersten zwei Wochen zu ermöglichen. Die ersten beiden Wochen sind wir komplett ausgebucht. Die nächsten zwei Wochen sind auch schon gut gebucht, aber es sind noch vereinzelt Termine erhältlich.“ Was hat die Kundschaft versucht, um an einen der ersten Termine zu kommen? Pauli lachend: „Natürlich hatten wir auf einmal nur noch Stammkunden/innen am Telefon. Einige wären sogar bereit gewesen, den doppelten Preis für einen Haarschnitt zu bezahlen, um an einen der ersten und bereits ausgebuchten Termine zu kommen. Manche haben versucht, an die Handynummer des Stylisten zu kommen als kein zeitnaher Termin frei war. Eine Familie hat sogar den Urlaub umgebucht, um davor noch zum Friseur zu gehen. Und eine Dame kommt an verschiedenen Tagen, da sie keinen Termin mehr für Farbe, Schnitt und Styling an einem Tag bekommen hat.“

Verständlich also, dass die Freude bei den Meise-Twins groß war, einen der Termine gleich zu Anfang ergattert zu haben. „Bei uns war es wirklich höchste Zeit“, so Nina Meise lachend und ihre Zwillingsschwester Julia fügte hinzu. „Deshalb waren wir froh, gleich heute dran zu kommen. Wir haben wirklich die Tage gezählt, bis wir endlich wieder zum Friseur unseres Vertrauens konnten. Denn den dunklen Ansatz konnten wir kaum noch kaschieren und auch der Schnitt ist nach so langer Zeit einfach rausgewachsen. Die Haare daheim selbst zu stylen wurde zu einer echten Herausforderung. Im Winter konnte man ja zum Glück noch Mütze tragen, aber jetzt im Frühling…“ Sie waren doppelt happy mit ihrem Styling: „Es mag vielleicht übertreiben klingen, aber wir fühlen uns jetzt wirklich wie neugeboren.“ 

Auch für Designerin und Zwillingsmama Ophelia Blaimer war der 1. März ein besonderer Tag wie sie erzählte.  „Ich bin seit letztem Jahr Mama von Zwillings-Jungs und rund um die Uhr mit den beiden zusammen, selbst beim Joggen. Das ist meine erste Mama-Auszeit seit ich denken kann, und dann gleich drei Stunden. Kaffeetrinken, Magazine lesen und eine Kopfmassage, was gibt es Besseres? Man fühlt sich jetzt gleich wieder viel besser, zumal ich zu Hause derzeit meistens nur im Sport-Outfit herumlaufe. Und bei Stefan fühle ich mich bestens aufgehoben. Wir kennen uns seit zehn Jahren und haben schon viele Shootings zusammen gemacht. Endlich einmal wieder alte Bekannte treffen.“

„Diesen Tag hatte ich mir schon seit Wochen rot im Kalender angestrichen“, meinte Natascha Grün. „Neben Sport ist das mein absolutes Highlight. In der Not habe ich in der letzten Zeit auch schon mal zu Bandanas gegriffen. Stefan hat mich bei vielen Shootings unterstützt, zuletzt bei meiner ersten eigenen Ready-to-wear-Kollektion, die es ab jetzt bei dresscoded.com zu kaufen gibt. Ich freue mich wahnsinnig für ihn, dass er nun wieder öffnen kann. Ein kleines Stück Normalität in dieser verrückten Zeit.“ 

Selbstgefärbte bzw. verfärbte Haare, verschnittene Ponys – welches Bild bot sich Stefan M. Pauli an Tag 1 eins? „Der Haaransatz war natürlich DER Klassiker. Es gab aber auch einige Herren, die selbst rasiert haben. Nun ja, Haare wachsen ja zum Glück wieder nach…“, meinte er lachend. „Einigen unserer Damen haben wir ja auch im Lockdown per Call & Collect mit Ansatzfarbe versorgt und dieses Angebot wurde auch gut genutzt. Und viele unserer Kunden haben zum Glück auch Gutscheine gekauft, um uns in der Krise zu unterstützen. Das war natürlich großartig.“

Wohin geht der Trend in Sachen Haaren in der Krise? Pauli: „Wir sind Experten für Blond und viele Damen wollen natürlich ihr altes Blond zurück. Es gibt aber auch einige Kundinnen, die sich nun an ihre Naturhaarfarbe gewöhnt haben und diese nun erst einmal behalten wollen und deshalb nur zum Schneiden kommen oder diese Farbe nun in Szene setzen lassen. Oder eben Damen, die nun ihr Grau für sich entdeckt haben, Das ist ein interessanter Trend. Es geht „Back to Nature“. Auch Balayage ist ein Trend, der gut in diese Zeit passt, da diese Färbetechnik sehr natürlich wirkt.“ 

Wie Friseur-freudig sind die Kunden? „Wie gesagt, die ersten beiden Wochen sind ausgebucht. Sie sind vorsichtig im Sinne von aufmerksam, fühlen sich aber bei uns gut aufgehoben. Es gibt natürlich auch einige Damen, die sehr vorsichtig sind. Diesen bieten wir unser Séparée an, ohne zusätzliche Kosten. Dort ist man mit dem Stylisten in einem Raum und hat quasi sein eigenes Reich. Die meisten Kunden vertrauen in unser Sicherheitskonzept, das sie schon vom letzten Mal kennen, zum Beispiel nur 1 Kunde pro zehn Quadratmeter. Neu ist, dass alle Kunden nun FFP 2 Maske tragen müssen.“ Warum ist der Friseurbesuch in seinen Augen in diesen Zeiten so ein großes Thema. So eine Frisur ist schließlich nicht lebensnotwendig. Stefan P. Pauli: „Für viele ist der Friseurbesuch ein kleines Stück Normalität, auch wenn Maske getragen werden muss. Die Menschen kommen mal wieder raus aus ihren vier Wänden und dürfen sich verwöhnen lassen. Ein Friseurbesuch ist immer ein Wohlfühlmoment. In der Regel kommen unsere Kundinnen alle sechs bis acht Wochen, nun ist es für die meisten doppelt so lange. Deshalb war der Friseur jetzt so gefragt. Und: Kleider machen Leute, ja, aber ohne richtige Frisur wirkt das beste Outfit nicht.“ Wie erging es ihm in diesen Zeiten? „Wir haben diese lange freie Zeit für Online-Fortbildungen genutzt.  Ich habe aber wie man sich vorstellen kann einige schlaflose Nächte hinter mir. Man wusste ja nicht, wie lange das Ganze noch geht. Und es gab so viele offene Fragen: Bekommen wir noch eine Unterstützung? Kann ich mein Team in dieser Form behalten, kann ich die Azubis übernehmen? Umso glücklicher sind wir, dass wir nun endlich wieder öffnen dürfen.“

Text: Andrea Vodermayr

Copyright Fotos: Petra Schönberger und Geisler Fotopress/Steffi Adam

Kommentierung nicht möglich, deaktiviert.

X