SOLITUDE REVIVAL 2022: Mythos Solitude-Rennen – die Legende lebt!
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SOLITUDE REVIVAL 2022: Mythos Solitude-Rennen – die Legende lebt!

10. Juli 2022
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© Solitude Revival e.V.

Internationales Rennsport-Klassik Festival in Leonberg am Glemseck

Live dabei und mittendrin – auf der Original-Strecke mit den Fahrzeugen von damals

Nach drei Jahren Pause ist es endlich wieder so weit, der Sound der Rennmotoren, der bis vor fast 60 Jahren alljährlich Hundertausende fasziniert hat, kehrt für ein Wochenende am 16. und 17. Juli 2022 wieder zurück auf die historische Solitude-Rennstrecke.

Mit über 400 Fahrzeugen wird eine Hommage an den Motorsport gefeiert. Zwei Tage Action auf und neben der Strecke, die knapp 60 Jahre nach dem letzten Rennen nichts an Faszination verloren hat. Verbringt aufregende Stunden mit euren Familien. Erlebt eure Helden zum Greifen nah am Steuer von überwältigenden Rennwagen und Motorrädern. Besucht sie im Fahrerlager.

Seid dabei beim Schaulauf auf der nahezu originalen Rennstrecke mit originalen Fahrzeugen – und vielen Fahrer-Originalen. Liebevoll organisiert wird das Motorsport-Ereignis vom Solitude Revival e.V., unterstützt vom Porsche Museum und vielen weiteren Partnern. Alle können es kaum erwarten, dieses Jahr das 100. Jubiläum der legendären Rennstrecke mit euch zu feiern.

Im Juli 1965 fand auf der Solitude das letzte große Rennen statt. Eine Veranstaltung, deren Geschichte sechs Jahrzehnte davor im Jahr 1903 begann und heute den meisten nur noch sehr oberflächlich bekannt ist, obwohl allein in den Nachkriegsjahren an einem Rennwochenende bis zu mehr als 400.000 Menschen (das siebenfache des vollbesetzten damaligen Neckarstadions) an der Rennstrecke saßen. Es ist die Geschichte von Faszination und Leidenschaft, die über Jahre hinweg das absolute Großereignis in Stuttgart war und viel über die Begeisterungsfähigkeit der Menschen im Ländle erzählt.

Doch die Legende Mythos Solitude-Rennen lebt! Am 16. und 17. Juli werden eine Fülle historischer Renn- und Rennsportwagen, sowie Renn-Motorräder mit und ohne Seitenwagen der verschiedenen Klassifizierungen, die unvergleichliche Faszination historischen Rennsports vor den Toren der Stadt aufleben lassen. Gefeiert wird auch das 100-jährige Jubiläum des ersten Automobilrennens auf der Solitude im Jahr 1922.

Die Besucher genießen das Flair der goldenen Zeit der Motorrad- und Autorennen mit einem unvergesslichen Wochenende rund um unser Veranstaltungszentrum am Glemseck mit historischem Start & Ziel Turm, Boxengasse, Fahrerlager und vielen Rennlegenden.

Die Solitude Rennen – Geschichte und Geschichten die der Erinnerung wert sind.

War es am Anfang des vergangenen Jahrhunderts die Faszintion beginnender Renn-Wettbewerbe einer noch sehr jungen Technik der erstmals mit Verbrennungsmotor angetriebenen Automobile und Motorräder, so war es in den zwanziger und dreißiger Jahren die Begeisterung der Menschen für ein weltweit sich entwickelndes Rennsport-Geschehen, das in den großen ntionalen und interntionalen Grand-Prix-Rennen mit den als Silberpfeile benannten Mercedes-Benz- und Auto-Union-GP- Rennwagen seinen spektakulären Höhepunkt erreichte.

Ein neues Kapitel wurde dann in den Nachkriegsjahren aufgeschlagen. Deutschland war ein zerstörtes Land und musste von der Stunde Null an nahezu komplett neu aufgebaut werden. Da tun sich ein paar Leute zusammen, um 1949, in einer Zeit, in der es wirklich an allem gefehlt hat, das erste Solitude-Rennen nach dem Krieg zu organisieren. Trotz aller Kritik findet das Rennen dann auch statt und die in jeglicher Beziehung ausgehungerten und ausgebrannten Seelen, die den vernichtenden Krieg überstanden hatten, kommen in Scharen auf die Rennstrecke am Rande des Wildparks zwischen Stuttgart und Leonberg. Am Ende sind es 300.000 Zuschauer, die nach Jahren des braunen Albtraums auf selbstgebauten „Naturtribünen“ entlang der Strecke sitzen und stehen und mit befreiender und aus dem Herzen kommender Begeisterung und Euphorie das Renngeschehen begleiten.

Und es ist genau diese Faszintion, die über Jahre hinweg, bis Mitte der sechziger Jahre, jährlich die Rennen auf der Solitude hervorgerufen haben. Es war die Leidenschaft und nichts als die Leidenschaft zum Rennsport auf zwei und vier Rädern, die Männer aus häufig kleinen und bescheidenen Anfängen heraus zu großen Erfolgen getragen hat. Es gab keine Werbeeinnahmen, es gab keine Sponsoren, es gab keine Fernsehgelder und es war für die Fahrer eine ständige Gratwanderung zwischen Triumph und Tragödie. Wobei die Solitude von wirklich schweren Rennunfällen weitgehend verschont geblieben ist. Und diese Männer, auch die mit den großen Namen, waren durch ihre Bodenständigkeit und ihre nachahmenswerten und zu Träumen anregenden Biografien – im Gegensatz zu den Security geschützten Hochsicherheitstrakten der heutigen Rennsport-Szene – im Fahrerlager auf der grünen Wiese ansprechbar und hautnah zu erleben. Und das löste an einem Rennwochenende jeweils im Juli die Begeisterungsstürme hundertausender Zuschauer auf der Solitude-Rennstrecke aus, die zur Legende wurden. So wie es viele Jahre später Dan Gurney, einer der großen US-amerikanischen Rennfahrer jener Zeit, rückblickend in seiner Liebeserklärung an die „good old days“ der Solitude-Rennen so eindrucksvoll beschrieben hat.

© 2022 Solitude Revival e.V.

https://www.solitude-revival.org

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