12. Tegernseer Starkbierfest im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee
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12. Tegernseer Starkbierfest im Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee

23. März 2023
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Stephanie Gilgenrainer (Bräustüberl), die Gastgeber Peter und Caterina Hubert, Kinga Mathe mit Mann Jakob Königslehner, Alexandra Rottensteiner (Bräustüberl), Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

Bräustüberl statt Nockherberg, Tegernsee statt Isar!

Die Wirte Peter und Caterina Hubert luden zum „Tegernseer Starkbierfest“

Helene Herzogin in Bayern, Clemens Baumgärtner, Eduard und Petra Reinbold, Tanja Ehrmann, Kinga Mathe, Korbinian und Suse Kohler, Dr. Wolfgang Seybold und zahlreiche weitere Gäste bei der Fastenpredigt im „Bräustüberl“

Nicht nur am Münchner Nockherberg gibt es das traditionelle „Derblecken“, sondern auch am herrlichen Tegernsee, genauer gesagt im „Herzoglichen Bräustüberl Tegernsee“. Dort hatten Wirt Peter Hubert und seine Frau Caterina am Mittwochabend, 22. März zum bereits 12. Mal zum „Tegernseer Starkbierfest“ geladen. Und sie konnten auch zahlreiche Prominente in den traditionellen Räumlichkeiten begrüßen, darunter Helene Herzogin in Bayern, Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner, die Gastronomen und Wiesn-Wirte Eduard Reinbold mit Frau Petra („Franziskaner“) und Werner Hochreiter („Zur Bratwurst“), Hotelier Korbinian Kohler („Bachmair Weissach Gruppe“) mit seiner Frau Suse Kohler (Künstlerin), Anwalt Dr. Wolfgang Seybold, Unternehmerin Tanja Ehrmann („Bo Redley“) und Dirndl-Designerin Kinga Mathe. Los ging es um 18 Uhr mit einer zünftigen Brotzeit und dem ersten Bier. Highlight war dann die „Fastenpredigt“, die um 20 Uhr begann: In die Rolle des Fastenpredigers schlüpfte – ebenfalls zum bereits 12. Mal – Nico Schifferer, der als „Bruder Barnabas“ die letzten drei Jahre Revue passieren ließ.

12. Tegernseer Starkbierfest im Bräustüberl Tegernsee am 22. März 2023

Peter und Caterina Hubert, Eduard und Peter Reinbold, Heino Stamm, Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

„Nach drei Jahren „ohne“ starten wir nun wieder und machen – mit Verzögerung, aber dafür mit besonderer Begeisterung – das Dutzend voll“, so Wirt Peter Hubert, der mit seiner Frau Caterina nahezu jeden Gast persönlich begrüßte. „Seit 2019 hat sich viel verändert. Tradition hat in Zeiten der Veränderung einen hohen Stellenwert. Und unser Starkbierfest ist eine wunderbare Tradition am Tegernsee.“ Er nahm den Gästen auch die Angst, derbleckt zu werden: „Wenn man nicht vorkommt, dann ist es ja auch wieder nix“, meinte er lachend. Und seine Frau Caterina fügte hinzu: „Wir hatten einen enormen Zuspruch und haben heute rund 400 geladene Gäste hier. Die Gesellschaft des Tegernseer Tals ist heute hier versammelt. Und auch für die öffentliche Veranstaltung morgen haben wir nur noch wenige Restplätze.“

Zum Anzapfen des ersten Starkbierfasses holten die Gastgeber dann auch Wirtschaftsreferent und Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner hinzu. Für diesen war es eine Premiere: „Ich freue mich auf einen schönen Abend, gute Gespräche und nette Leute“, erzählte er. Dem Derblecken sah er entspannt entgegen: „Ich glaube nicht, dass ich hier drankomme, deshalb bin ich entspannt“, meinte er schmunzelnd. An den Tegernsee und ins „Bräustüberl“ kommt er gerne: „Ich bin hier als Kind schon Boot gefahren“, erzählte er. „Und was ich am „Bräustüberl“ so schätze, ist die Tatsache, dass es ein Wirtshaus für jedermann ist, für Jung und Alt.“

12. Tegernseer Starkbierfest im Bräustüberl Tegernsee am 22. März 2023

Korbinian und Suse Kohler, Peter Hubert, Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

Wiesn-Wirt Eduard Reinbold ist Stammgast beim Tegernseer Starkbierfest: „Das Derblecken hier ist härter als das in München“, meinte er. „Und vor allem die Einheimischen erwischt es. Ich bin zwar kein Einheimischer, aber auch ich kam schon dran. Wer zwischendurch auf die Toilette geht, wird beim Zurückkommen derbleckt. Denn das mag der Fastenprediger nicht…“, erklärte er schmunzelnd.

Die meisten der Gäste trugen Tracht – Dirndl-Designerin Kinga Mathe eine Eigenkreation. Seit Sommer letzten Jahres hat sie einen Store in Gmund am Tegernsee und kam nun gerne mit ihrem Mann Jakob Königslehner zum Starkbierfest: „Ich trage heute extra Blau, die Farbe des Bräustüberls“, erzählte sie. „Ich bin erstmals bei dieser Veranstaltung, aber das Bräustüberl hat für mich eine lange Tradition. Damit verbinde ich den Tegernsee. Ich war schon hier, bevor ich hier mein Geschäft am Tegernsee eröffnet habe – und ich esse hier auch gerne einmal deftig.“

12. Tegernseer Starkbierfest im Bräustüberl Tegernsee am 22. März 2023

Stephanie Gilgenrainer (Bräustüberl), die Gastgeber Peter und Caterina Hubert, Kinga Mathe mit Mann Jakob Königslehner, Alexandra Rottensteiner (Bräustüberl), Foto-Credit: Foto Datzer

Nach dem Hauptgang – Tegernseer Saibling oder Schweinebraten mit Knödel – kam dann die langersehnte Fastenpredigt. Zwei Stunden dauerte diese, denn nach drei Jahren gab es viel zu erzählen. 200 Stunden hatte Fastenprediger Nico Schifferer dafür investiert, wie er erzählte. Die große Kunst dabei? „Die Balance zu finden! Klar auszusprechen, aber nicht zu verletzen“, erklärte er. Dies gelang ihm und vom Bürgermeister über den Landrat bis hin zum Hotelier bekam (fast) jeder sein Fett weg – und viele aktuelle Themen kamen zur Sprache, wie der Krieg und die Krise. Schwerpunkt lag immer auf dem Tegernseer Tal. Ein Beispiel: Die Dreharbeiten zur TV-Serie „Rosenheim Cops“ am Tegernsee: „Hier wird gemordet, denn hier ist es schöner“, meinte er. „Und in Gütersloh weiß wohl keiner, dass der Tegernsee nicht bei Rosenheim liegt.“ Sein Appell zum Ende an die Gäste in diesen Zeiten: „Sind wir dankbar, dass wir hier sein dürfen, und sehen wir dies nicht als Selbstverständlichkeit. Unsere Fragen sind alle lösbar, und nicht begleitet von Gewalt oder Gemeinheiten.“ Er bekam am Ende donnernden Applaus von den Gästen.

„Die Rede war wunderbar, noch besser als erwartet“, lobte Helene Herzogin in Bayern. Ihr persönliches Highlight des Abends: „Viele Freunde zu treffen.“

12. Tegernseer Starkbierfest im Bräustüberl Tegernsee am 22. März 2023

Helene Herzogin in Bayern, Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

„Das Starkbierfest ist eine gute Gelegenheit, dass einmal im Jahr alle zusammen kommen“, lobte Hotelier Korbinian Kohler, der ebenfalls in der Rede Erwähnung fand. „Ich persönlich gehe gerne ins Bräustüberl und empfehle es auch meinen Gästen, denn es ist ein bayerisches Urgestein am Tegernsee.“

„Ich war bestimmt schon zehnmal hier dabei“, so Anwalt Dr. Wolfgang Seybold. „Es ist lokaler und familiärer als das Derblecken am Nockherberg.“ Er ist nicht nur Stammgast beim Starkbierfest: „Ich habe schon seit 30 Jahren meinen Stammtisch hier im Bräustüberl – immer sonntags.“

Unter den Gästen war auch Mode-Unternehmerin Tanja Ehrmann. Sie und ihr Mann Christian Ehrmann übernahmen das Hotel „Egerner Höfe“ in Rottach-Egern, in dem sie die Boutique „Bo Redley“ führt. Sie kam in Begleitung von Anton Halbmayr, dem Hotel-Direktor „Egerner Höfe“, und Gastronomin Angie Schmuck (u.a. „Landgasthof Schmuck“ in Sauerlach) – und in Tracht von „Lola Paltinger“: „Dies ist mein erstes Starkbierfest hier. Ich liebe das Bräustüberl, nicht nur weil ich mit Caterina Hubert befreundet bin. Es ist ein Schmuckstück am Tegernsee.“

12. Tegernseer Starkbierfest im Bräustüberl Tegernsee am 22. März 2023

Caterina Hubert, Clemens Baumgärtner, Tanja Ehrmann, Anton Halbmayr, Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

Wirt Peter Hubert übernimmt Ende April zudem die benachbarte „Schlossbrennerei“, die von den Wirtsleuten umbenannt und als „Schlosswirtschaft Tegernsee“ weitergeführt wird: „Es wird kein zweites Bräustüberl werden, aber genauso schön“, betonte er. „Damit sind wir dann noch ein Stück näher am See.“

Dafür, dass es beim traditionellen Derblecken nicht nur süffisant, sondern auch süffig zuging, sorgte der „Quirinus Bock“ aus dem „Herzoglichen Brauhaus“. Das Starkbier und die starke Rede genossen außerdem: Karl Auer (ehemaliger Präsident des TSV 1860), Architekt Heino Stamm, die Gastronomen Martin und Tanja Frühauf („Saurüsselalm“), Christian Wagner (Direktor des „Herzoglich Bayerischen Brauhaus am Tegernsee“), uvm.

Text: Andrea Vodermayr

Foto-Credit: Foto Datzer/Tatjana Datzer

Michaela Etzel
Michaela Etzel https://www.jetset-media.de

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